FAZ plus ArtikelKünftige First Lady Jill Biden

Wer ist Prof. Flotus?

Von Nina Rehfeld
16.11.2020
, 11:44
Jill Biden gilt als die starke Kraft in der Familie. Auch ihre künftige Rolle der First Lady wird die Professorin neu prägen.

Die Amerikaner mögen der Monarchie vor beinahe 250 Jahren abgeschworen haben, aber genau genommen krönen sie weiterhin alle vier Jahre eine Königin: die First Lady, die Ehefrau des Präsidenten. Manche sind eher Prinzessinnen – die strahlende Jackie Kennedy etwa oder auch die oft düster dreinblickende Melania Trump –, die vor allem durch Schönheit und Eleganz bestechen. Andere sind Regentinnen im Schatten, die das Selbstverständnis des Landes nachhaltig prägen. Abigail Fillmore etwa, die Bildung liebte und Mitte des 19. Jahrhunderts die Bibliothek des Weißen Hauses anlegte. Eleanor Roosevelt, die als Aktivistin für Gleichberechtigung und Zivilrechte kämpfte und Ende des Zweiten Weltkriegs mithalf, die Vereinten Nationen ins Leben zu rufen. Betty Ford, die sich offen zu ihrem Ringen mit Alkoholismus und Brustkrebs bekannte und damit Tabuthemen an die Öffentlichkeit brachte. Hillary Clinton, die dabei half, ein staatliches Gesundheitsprogramm für Kinder nichtversicherter Eltern auf den Weg zu bringen. Michelle Obama, die als erste afroamerikanische First Lady mit Klugheit, Humor und Stilbewusstsein hinriss.

Mit Jill Biden tritt nun eine First Lady an, die als erste Frau im Weißen Haus plant, außerhalb ihrer Pflichten als First Lady einem bezahlten Job nachzugehen – die erste Professorin an der Seite eines amerikanischen Präsidenten. „Just call her Professor FLOTUS“, titelte die „USA Today“, die größte Tageszeitung der Vereinigten Staaten, mit Bezug auf das Akronym für „First Lady of the United States“.

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Quelle: F.A.S.
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