Ursula Edelmann, 2021
Ursula Edelmann, 2021 Foto: Frank Röth

Gedächtnis der Stadt

Von CORNELIA VON WRANGEL
Ursula Edelmann, 2021 Foto: Frank Röth

11. Januar 2022 · Ursula Edelmann hält seit mehr als sieben Jahrzehnten den Wiederaufstieg Frankfurts nach dem Krieg mit der Kamera fest. Ihre Fotos sind architekturhistorische Zeitdokumente.

Sie waren drei Lehrmädchen, damals in Potsdam kurz nach dem Krieg. Liselotte, Ursula und „das Evchen“. „Das Evchen“ lebt noch, in einem Heim. Manchmal telefoniert Ursula Edelmann mit ihr. Sie wird wohl auch Mitte 90 sein. Ihr Lehrmeister war Max Baur, der Fotograf, der Ansichtskarten von seinen Fotografien verkaufte und eigens einen Verlag dafür gegründet hatte.

In Potsdam gab es nach den Worten von Ursula Edelmann noch den Fotografen „Puppe“. „Da ging man hin, um sich fotografieren zu lassen.“ Sie kann sich noch genau erinnern. Aber Max Baur, das war ein anderes Kaliber. „Das Evchen“ wurde übrigens später seine Schwiegertochter. Er fotografierte Architektur und Landschaften, machte Porträts, Industrie- und Werbeaufnahmen. Seine Bilder zeugen von Bauhaus-Einflüssen, sie holen das Detail heraus, drücken Sachlichkeit aus und spielen mit Licht und Schatten.

Im Fotostudio von Max Baur in Potsdam, Ursula Edelmann hinter der Kamera, 1946
Im Fotostudio von Max Baur in Potsdam, Ursula Edelmann hinter der Kamera, 1946

Manche wurden zu Zeitdokumenten vernichteter Schönheit, zum Beispiel die Aufnahmen des noch nicht von Kriegsbomben zerstörten Potsdam. Baur nannte sich Lichtbildner, dabei war er ein Lichtkünstler. Er aber verstand sich als Handwerker. All das hat seine Schülerin Ursula Edelmann, damals hieß sie noch Pomplitz, verinnerlicht. Sie schuf ein fotografisches Œuvre, das dem ihres großen Meisters in nichts nachsteht.

Ursula Edelmann weiß heute noch nicht, wie sie auf Max Baur kam. Sie ist einfach hingegangen, da stand ein Mann im weißen Kittel, sie redete eine halbe Stunde auf ihn ein, bis er sagte: „Du kannst am Montag anfangen.“ Das war es dann. Dabei hatte ihr Vater davon abgeraten, Fotografin zu werden. „Fotografie ist elitär, das braucht kein Mensch“, habe er gesagt, als sie ihn zum letzten Mal sah, 1945 in einem Gefangenenlager in Frankfurt (Oder). Die Russen hatten ihn kurz nach Ende des Kriegs abgeholt, er starb 1946 in Russland.


„Du kannst am Montag anfangen.“
MAX BAUR

Ursula Edelmann trägt einen ziselierten goldenen Ring, in seiner Mitte das Wappen von Danzig, dem Geburtsort ihres Vaters. Er gehörte ihm, sie trägt ihn immer. Bis heute hat sie nicht verwunden, dass sie nicht verhindern konnte, dass die Russen ihn verschleppten. Sie lebten in einer Neubabelsberger Villa, er war Generaldirektor einer Versicherung. Sie hatte noch zwei ältere Brüder, der eine wurde promovierter Biologe („Dabei war er so schlecht in der Schule“), der andere meldete sich freiwillig zum Militär („Der Idiot“) und fiel mit 20 Jahren. Von den Geschwistern ist nur sie übrig geblieben: „Ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass wir in Frieden leben.“ Weil sie all diese Kriegsschrecken erlebt hat.

Der geliebte Vater riet ihr zwar von der Fotografie ab, er war es jedoch, der viel filmte und fotografierte und mit der Tochter in der Küche die Bilder entwickelte. Wie aus dem Nichts auf dem Papier auf einmal etwas entsteht, das hat sie fasziniert. Obwohl: Eigentlich wollte sie Musik studieren und Pianistin werden. Sie liebt Musik und hat später in der Dunkelkammer Mozart und Beethoven gehört.

Selbstporträt, 1952
Selbstporträt, 1952

Auch von einem Musikstudium hielt der Vater nichts: „Du willst also Klavierlehrerin werden.“ Er muss es mit spitzer Zunge gesagt haben, so dass sich die Sache für sie mit diesem Satz erledigt hatte. Aber dem Rat des Vaters, einfach sitzenzubleiben, damit sie nicht in den Arbeitsdienst musste, folgte sie nicht. Ursula Edelmann ist selbstbewusst, sie traut sich was zu, das war ihr Leben lang so. Sie setzte sich stets ihre eigenen Maßstäbe. Im März 1944 hatte sie mit gerade 17 Jahren das Abitur in der Tasche.

Der Arbeitsdienst war hart. Aber sie sagt, dort sei sie erwachsen geworden, auch weil sie zum ersten Mal mit Menschen aus unterschiedlichen Milieus zusammengekommen sei. Im ersten Lager mussten die Abiturientinnen Klos schrubben. „Die wollten gleich zeigen, wo es langgeht.“ Aber dann hat sie sich gesagt: Einer muss es ja machen. Also schrubbte sie klaglos. Ursula Edelmann ist auch pragmatisch. Im zweiten Lager war sie im Außendienst, musste den ganzen Tag Mist auf dem Feld verteilen. Das fand sie nicht sehr schön. Am 20. Januar lief sie weg zur nächsten Bahnstation, landete nach einer Woche in einem kleinen Ort in einer Munitionsfabrik. Sie sahen die Flieger am Himmel, die Richtung Berlin zogen, bei Alarm gingen sie statt in einen Bunker in den Wald.

Ende März 1945 wurde sie entlassen. „Hier kommen die Russen, bei dir die Amerikaner, bleib dort“, sagte der Vater. Sie hatte aber kein anderes Zuhause. „Wo ist denn deine Tasche mit den Zivilsachen?“, fragte die Mutter, als sie schließlich daheim in Berlin ankam. Typisch Mutter, sagt Ursula Edelmann. Nach dem Motto: Du hast wieder mal nicht aufgepasst. Der Vater versteckte sie vor den Russen unter dem Dach, damit sie nicht vergewaltigt werde. Sie wusste nicht recht, was das sollte: „Ich war damals noch nicht einmal aufgeklärt.“ Und sie dachte: „Mein Gott, ich habe Tolstoi und Dostojewski gelesen, das sind auch Menschen.“

Nur ganz selten Menschen

Am 14. April 1945 zerstörten Bomben Potsdam, im Oktober stand sie vor der Tür von Max Baur. Sein Atelier war heil geblieben. Er verlangte viel von seinen Lehrmädchen, nahm sie aber auch zu Konzerten in der Friedenskirche mit, zu Wilhelm Furtwängler oder Sergiu Celibidache. „Kennen Sie den?“, fragt sie, immer noch schwärmerisch-verzückt von der Atmosphäre damals, von der Musik. Sie bedeutete Hoffnung, sie bedeutete Aufbruch.

„Es gibt nur eine Sonne.“ Max Baur hat ihr die Bedeutung des Lichts eingebläut, drei Jahre dauerte die Ausbildung. Sie hat sich an seine Lehre vom Licht und vom Handwerk der Fotografie gehalten, bis sie vor gut einem Dutzend Jahren mit 81 die Kamera aus der Hand legte und befand: „Ich habe genug fotografiert.“

Saalhof mit dem Rententurm, dem ältesten erhaltenen Bauwerk der Altstadt, 1956
Saalhof mit dem Rententurm, dem ältesten erhaltenen Bauwerk der Altstadt, 1956 Foto: Ursula Edelmann
Großmarkthalle von Martin Elsaesser, 1962
Großmarkthalle von Martin Elsaesser, 1962 Foto: Ursula Edelmann

Wenn sie Architektur fotografierte beispielsweise, hatte sie sich einen Tag zuvor mit den Lichtverhältnissen vertraut gemacht und wartete am Tag der Aufnahme geduldig, bis die eine Wolke sich am Himmel in Position gebracht hatte oder verschwunden war. Passanten hätten sie manches Mal deswegen verspottet, erzählt Ursula Edelmann. Weil sie so lange rumstand. Ihr war das gleichgültig, irgendwann mussten sie ja weitergehen. Nein, nicht deswegen findet man auf ihren Bildern nur ganz selten Menschen. „Höchstens zwei“, sagt sie. Wegen der langen Belichtung. Die Fotos wären sonst unscharf geworden.

Sie wollte weg, nicht länger zu Hause leben, und entschied sich im Februar 1949 für Frankfurt. Rias Berlin hatte ein Stellenangebot eines Frankfurter Studios ausgestrahlt. Es muss abenteuerlich gewesen sein, sie ging schwarz über die grüne Grenze, fragte einen Bauern, wo sie sei. „Ich bin der Osten“, sagte der Bauer, „der Wald da drüben ist der Westen.“ Ursula Edelmann kam schließlich mit dem Zug an, wie sie sagt, buchstäblich als Trittbrettfahrerin. Sie war da gerade mal Anfang 20.

Frankfurt hatte unter den Bomben gelitten, es fehlte an Wohnraum, es fehlte an allem. Nur Trümmer gab es viel. Trotzdem wurde es ihre Stadt. Kaum sonst jemand hat den Wiederaufbau und den Wandel dieser Stadt so kunstfertig in Bildern dokumentiert wie sie. Natürlich auch, weil sie den Auftrag dazu hatte. Dennoch: Ihr Archiv ist das fotografische Gedächtnis von Frankfurt, sie die Historiografin mit der Kamera. Mit Max Baur hatte sie das zerstörte Potsdam festgehalten, da hat sie viel über Architekturfotografie gelernt. Frankfurt kam das zugute. Die Stadt wiederum stand stellvertretend für die junge Bundesrepublik Deutschland.


Sie fotografierte alles, die historische Bausubstanz, beziehungsweise das, was von ihr übrig geblieben war, und das neue Frankfurt.

Ursula Edelmann, damals immer noch Ursula Pomplitz, wahrscheinlich sogar Fräulein Pomplitz, kam bei einem Freund von Liselotte unter, der Lehrmädchen-Freundin aus Potsdam, danach bei zwei Junggesellen. Dann kam Liselotte, die für Max Baur Ansichtskarten verkaufte. Sie teilten sich fortan das Zimmer, jede von ihnen bezahlte 20 Mark. Ursula Edelmann nennt sie nur „meine Liselotte“.

Heute wohnt Ursula Edelmann in einer Altbauwohnung südlich des Mains, hohe Räume, langer Flur, jeder Winkel ist ausgenutzt, jeder Gegenstand erzählt eine Geschichte. Auch die surrealistischen Bilder von Hanns-Joachim Gestering, die man mögen muss. Sie waren miteinander befreundet. Oder die farbenfrohen von Benno Walldorf, der bekannt wurde für seine Wandmalereien. Oder die Ur-Urgroßmutter über dem Schlafsofa.

Umspannwerk an der Heerstraße, 1962
Umspannwerk an der Heerstraße, 1962

Sie blieb nicht einmal ein Jahr bei dem Fotostudio, dessentwegen sie nach Frankfurt gekommen war. Das hatte zwar die Zulassung, auf der Messe zu fotografieren, was sie auch tat. Sie fotografierte nachts, ihre Liselotte holte die Filme ab, entwickelte sie, machte Vergrößerungen, am nächsten Morgen lieferten sie beide das Ergebnis direkt an den Messeständen ab. Ursula Edelmann steckte schöne Frauen in Pelze, machte Möbel-Aufnahmen. Aber sie fand es in dem Studio „furchtbar“. Kurzum, sie machte sich Anfang 1950 selbständig, so jung, wie sie damals war. Sie hatte eine alte Rolleicord, die ihr die Mutter geschenkt hatte, und eine 9-mal-12-Holzkamera mit geliehenen Objektiven von Max Baur, einen altersschwachen Vergrößerungsapparat, der stand im Keller der Junggesellen, in der Waschküche wässerte sie die Fotos. Wenigstens das passt irgendwie zusammen.

„Es ging alles wie von allein.“ Ursula Edelmann ist bescheiden. Aber den ersten Stein warf schon sie ins Wasser: Sie fragte bei einer Bank, die gerade mitten in der Stadt einen Neubau hingestellt hatte, ob sie die Innenräume ablichten dürfe. Seit Max Baur interessierte sie sich für Architektur. Ja, hätten sie gesagt, aber ohne Garantie, sie nähmen die Fotos nicht automatisch ab. Sie nahmen alle und gaben gleich neue Aufträge. Von da an ging es wirklich wie von allein. Der Architekt des Bankneubaus, Alfred Schild, bestellte bei ihr Bilder, die beteiligten Baufirmen taten es ebenfalls. Der Stein im Wasser zog immer größere Kreise. Andere Architekten folgten, andere Banken, Versicherungen, Unternehmen von Neckermann über Remington Rand Univac bis Coca-Cola.

Haus Bally an der Frankfurter Hauptwache, 1964
Haus Bally an der Frankfurter Hauptwache, 1964
I.G.-Farben-Haus von Hans Poelzig, 2001
I.G.-Farben-Haus von Hans Poelzig, 2001

Ihre Liselotte blieb bei den Junggesellen, sie zog 1956 um in ein leeres Zimmer mit Waschgelegenheit im Frankfurter Westend und richtete es mit den Möbeln ein, die sie fotografierte. Tisch, Stuhl, Bett statt Honorar. Dorthin wurden zusätzliche Möbel geschleppt, solche, die nur fotografiert werden sollten. Betten von Betten Raab zum Beispiel. Samt Überwurfdecke. Rein ins Zimmer, raus aus dem Zimmer. „Das Evchen“, die dritte im Lehrmädchenbund, half ihr dabei. „Das Evchen“ war inzwischen auch in Frankfurt.

Und immer wieder Treppen

Irgendwann lernte Ursula Edelmann jemanden vom Baudezernat kennen, der mit den jährlichen Rechenschaftsberichten des Hochbauamts zu tun hatte. Sie sollte diese fortan illustrieren. Das war die Bestellung zur Chronistin von Frankfurts Nachkriegsjahren. Sie fotografierte alles, die historische Bausubstanz, beziehungsweise das, was von ihr übrig geblieben war, und sie fotografierte das neue Frankfurt. Sie war mit ihrer Kamera bei der Wiederherstellung des Karmeliter- und bei der Rekonstruktion des Dominikanerklosters dabei, wo sie ihren Mann kennenlernte. Er war werdender Kunsthistoriker, machte ebenfalls im Auftrag der Stadt Bilder, nämlich von dem, was sich noch lohnte, aus den Trümmern gerettet zu werden, etwa alte Grabsteine. Sie hatten sich gefunden. Bald war sie nicht mehr Ursula Pomplitz, sondern Ursula Edelmann und Mutter eines Sohns.

Treppe im Römer, 1962
Treppe im Römer, 1962
Treppe im Römer, 1962
Treppe im Römer, 1962
Treppe im Hochhaus der Farbenfabrik Bayer, von Karl und Stefan Blattner, 2009
Treppe im Hochhaus der Farbenfabrik Bayer, von Karl und Stefan Blattner, 2009

Zur Stelle war sie auch bei profanen Bauten, die eine Stadt braucht, die in Schutt und Asche lag. Wohnsiedlungen, Schulen, Bürogebäude. Manche ihrer Fotos sind Ikonen geworden, etwa die geschwungene Treppe im Rathaus, das in Frankfurt Römer heißt. Damals, sprich 1962, war die Decke im ersten Stockwerk des Römers noch rot, die SPD regierte die Stadt und hatte es offensichtlich so gewollt. Daher die starken schwarz-weißen Kontraste auf dem Foto. Heute ist die Decke weiß.

Turnhalle der Kuhwald-Schule, heute Georg-Büchner-Schule, 1956
Turnhalle der Kuhwald-Schule, heute Georg-Büchner-Schule, 1956

Treppen haben es ihr überhaupt angetan, das war aber auch schon bei Max Baur so. Oder sie hat es geschafft, eine Turnhalle (1956) so ins Bild zu setzen, dass jeder sofort an seinen eigenen Turnunterricht denkt. Vor allem, wenn Geräteturnen keine reine Wonne war, wenn die Turnlehrerin als Lockmittel Kekse auf den Kasten legen musste, damit man drüber kam. Kein Mensch ist auch auf diesem Bild zu sehen. An der Decke hängen Ringe; Bock, Pferd und Barren stehen einsam herum, Sprungbretter und Turnmatten liegen davor und dahinter. Sie sagt, das Turnhallen-Bild habe sie oft verkauft.

Prototyp eines Radios von Walter Schwagenscheidt und Tassilo Sittmann, 1953
Prototyp eines Radios von Walter Schwagenscheidt und Tassilo Sittmann, 1953 Foto: Ursula Edelmann
Kopf der Athena des Myron im Liebieghaus, 2013
Kopf der Athena des Myron im Liebieghaus, 2013
Kessel in der Maschinenfabrik J.S. Petzholdt, 1959
Kessel in der Maschinenfabrik J.S. Petzholdt, 1959 Foto: Ursula Edelman

Ursula Edelmann ist eine Perfektionistin der Sachfotografie, eine großartige Handwerkerin. Wobei viele Frankfurter Gebäude, die sie auf Film gebannt hat, mittlerweile nicht mehr existieren. Sie könnte, sagt sie immer, eine Ausstellung mit verschwundenen Dingen machen. Und jedes Mal tat ihr der Abriss weh. Gut 20 Jahre lang nahm die Perfektionistin der Sachfotografie zudem Rührmaschinen der Maschinenfirma J.S. Petzholdt auf. Porträts von Rührmaschinen! Bei ihrem Lichte betrachtet sind ihre Maschinenbilder jedoch Meisterwerke der Schwarz-Weiß-Fotografie, wobei Ursula Edelmann vor der Farbe nicht zurückscheute. Sie beschreibt ihre Arbeiten mit der Vokabel „sachlich“, wobei sie sich durchaus für romantisch hält. Den Kontrast vermag sie auch nicht aufzulösen. Und sie hat den Blick fürs Detail, für die Nuance. „Man muss sehen können.“ Sie sieht jedes Blümchen im Vorgarten.

Seit den Sechzigerjahren fotografierte sie auch für Frankfurter Museen, für das Städel, das Liebieghaus und das Goethehaus zum Beispiel. Eingedenk der Lichtlehre von Max Baur – "Es gibt nur eine Sonne" – rückte sie neben ihren sonstigen Aufträgen nun Skulpturen und Gemälde ins rechte Licht und verschaffte sich auch hier wegen deren grandioser Wiedergabe Respekt und Anerkennung. Die genoss sie auch außerhalb Frankfurts, schließlich war sie eine internationale Fotografin, war mit ihrer Kamera in halb Europa unterwegs, in Kanada und in den Vereinigten Staaten.

Großmarkthalle von Martin Elsaesser, 2010
Großmarkthalle von Martin Elsaesser, 2010
Olivetti-Hochhaus von Egon Eiermann, 2013
Olivetti-Hochhaus von Egon Eiermann, 2013
Messe-Torhaus von Oswald Mathias Ungers, 2010
Messe-Torhaus von Oswald Mathias Ungers, 2010

Die Dunkelkammer in ihrer Altbauwohnung mit den hohen Decken und dem langen Flur ist nicht mehr in Betrieb, sondern nun ihr Archiv. Hier stapeln sich die orangeroten Fotopapierschachteln, sie sind alle ordentlich beschriftet. Ihr Sohn Thomas, ein Designkritiker, führt ihr digitales Archiv. Ursula Edelmann weiß bei den allermeisten Fotos sofort, wo und wann sie entstanden. Auf der Leine über dem Waschbecken halten Wäscheklammern immer noch Negative fest, als würden sie gleich vergrößert. Als wäre sie gerade nur mal schnell rausgegangen, um zwischendrin etwas anderes zu erledigen.

Die Frankfurter Mäzenin Sylvia von Metzler (links) und zwei weitere Besucherinnen vor Ernst Ludwig Kirchners Gemälde
Die Frankfurter Mäzenin Sylvia von Metzler (links) und zwei weitere Besucherinnen vor Ernst Ludwig Kirchners Gemälde "Zwei Frauen mit Waschbecken; Die Schwestern" bei einer Ausstellung im Jahre 1989

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