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#MeToo-Debatte

„Wonder Woman 2“ wird nach neuen Regeln gedreht

Von Sabrina Leretz
Aktualisiert am 23.01.2018
 - 16:47
Mit „Wonder Woman“ zeigte Hollywood im vergangenen Jahr, dass weibliche Superhelden auch ohne Frauenklischees ausgehen. Beim zweiten Teil gehen die Filmproduzenten noch einen Schritt weiter.
Die Produzenten von „Wonder Woman 2“ setzen ein Zeichen in der #MeToo-Debatte: Sie folgen beim Dreh neuen Richtlinien zum Schutz vor sexueller Belästigung.

Erste Hollywood-Produktionen ziehen Konsequenzen aus der #MeToo-Debatte. So ist die Fortsetzung des äußerst erfolgreichen Superheldenfilms „Wonder Woman“ der erste Blockbuster, der nach den neuen Hollywood-Richtlinien zum Schutz vor Übergriffen und Belästigungen gedreht wird.

Im Zuge der #MeToo-Debatte und den Missbrauchsvorwürfen gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein veröffentlichte die „Producers Guild of America“ (PGA), eine Vereinigung von mehr als 7.500 amerikanischen Filmproduzenten, am Freitag Richtlinien zur Prävention von Belästigung am Filmset. Die Empfehlungen sollen Filmproduzenten dabei unterstützen, sexuelle Übergriffe beim Dreh zu verhindern.

Demnach sollen Filmproduzenten vor Beginn des Drehs eine Schulung gegen sexuelle Belästigung für Schauspieler und Crewmitglieder anbieten. Das Anti-Belästigungs-Training soll unabhängig von der Art des Mediums oder des Budgets stattfinden. Außerdem sollen in jeder Produktion mindestens zwei Vertrauenspersonen abbestellt werden, an die sich Betroffene wenden können.

Die Richtlinien ermahnen Filmproduzenten außerdem, Berichten über sexuelle Belästigung mit Aufmerksamkeit und Empathie zuzuhören. Allerdings sei zu berücksichtigen, dass der Bericht selbst noch keine Schuld beweise. Opfern von sexueller Belästigung wird empfohlen, ausführliche Notizen zu den Übergriffen zu machen und sie an einem Ort außerhalb des Arbeitsplatzes aufzubewahren.

Verpflichtend sind die Richtlinien nicht – „Wonder Woman 2“ wird beim Dreh im Sommer mit gutem Beispiel vorangehen. Dabei waren im Zuge der #MeToo-Debatte auch Belästigungsvorwürfe gegen den Produzenten des ersten Teils, Brett Ratner, vorgebracht worden. Daraufhin wurde Ratner entlassen. Indem sich die Produktion des Nachfolgers offiziell an die Richtlinien der „Producers Guild of America“ hält, soll noch einmal ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung gesetzt werden.

„Wonder Woman“ war im vergangenen Jahr auf positive Resonanzen gestoßen, weil er auf typische Frauenklischees verzichtete. So wurde vor allem die Rolle der Superheldin gelobt, die auch in der Fortsetzung von Gal Gadot übernommen wird. Regie führt abermals Patty Jenkins. Im Dezember 2019 soll „Wonder Woman 2“ in die Kinos kommen.

Quelle: FAZ.NET
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