Nach Massaker in Kino

Sprengfallen in Wohnung des Schützen entschärft

22.07.2012
, 10:08
Nach der Entschärfung der Sprengfallen untersuchten die Ermittler die Wohnung des Schützen
Nach dem Amoklauf bei der Premiere des neuen „Batman“-Films in Colorado hat die Polizei alle Sprengfallen in der Wohnung des Attentäters entschärft. Alle zwölf Opfer der Tat wurden mittlerweile identifiziert. Präsident Obama will zum Tatort reisen und Angehörige der Opfer treffen.
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Nach dem Massaker in einem Kino im amerikanischen Bundesstaat Colorado hat die Polizei alle Sprengfallen in der Wohnung des Attentäters entschärft. In der Nacht zum Sonntag verlautete aus Ermittlerkreisen, im Apartment des 24 Jahre alten Studenten in Aurora im Raum Denver seien rund 30 Sprengsätze entdeckt worden. Sie seien mit Drähten mit einem Schaltkasten in der Küche verbunden gewesen. Zudem hätten sich in der Wohnung zwei Behälter mit explosiven Flüssigkeiten und eine große Menge scharfer Munition befunden. „Diese Wohnung war konzipiert, jeden zu töten, der sie betritt“, sagte der Polizeichef von Aurora, Dan Oates. Ein Sprengstoffexperten erklärte, im Falle einer Explosion wäre vermutlich der gesamte Gebäudekomplex in die Luft gegangen.

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Unterdessen sind nach der Bluttat nun alle zwölf Todesopfer identifiziert. Unter den Opfern ist auch ein sechs Jahre altes Mädchen, wie die zuständige Gerichtsmedizin am Samstag (Ortszeit) mitteilte. Einem Bericht der Zeitung „Denver Post“ zufolge wurde die 25 Jahre alte Mutter des Mädchens durch Schüsse in den Nacken und den Bauch schwer verletzt und schwebt in Lebensgefahr. Sie wisse noch nichts vom Tod ihrer Tochter. Nach Angaben der Gerichtsmedizin wurden alle Opfer durch Schüsse getötet. Die meisten waren zwischen 20 und 30 Jahren alt.

Obama will Angehörige der Opfer treffen

Der Amokläufer hatte in der Nacht zu Freitag in einem Kino in Aurora im amerikanischen Bundesstaat Colorado während einer „Batman“-Filmpremiere das Feuer auf die Kinogänger eröffnet. 58 Menschen wurden verletzt.Der amerikanische Präsident Barack Obama wollte am Sonntag den Schauplatz des Amoklaufs besuchen und Angehörige der Opfer treffen. Der mutmaßliche Amokläufer, der 24 Jahre alte James Holmes, soll am Montag erstmals vor Gericht erscheinen.

Quelle: FAZ.NET
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