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Wie stark wird in Hollywood noch diskriminiert, Steve McQueen?

Der britische Regisseur und Oscar-Preisträger Steve McQueen sagt über Weinstein: „Natürlich wusste ich davon. Jeder wusste davon.“ / Foto: 2018 Twentieth Century Fox / John Russo

Während Steve McQueen einen Film über vier starke Frauen drehte, ließ der Donnerschlag der #MeToo-Bewegung Hollywood erbeben. „Natürlich wusste ich davon“, sagt er im Interview.

06.12.2018
Interview: MARIAM SCHAGHAGHI

2008 machte der Brite Steve McQueen seinen ersten Film: „Hunger“ – über den Hungertod eines IRA-Häftlings – gewann in Cannes die „Caméra d’Or“ für den besten Erstling. Es folgte „Shame“, dann das Sklavendrama „12 Years a Slave“, das 2013 drei Oscars gewann, darunter den für die beste Regie. Jetzt erscheint der Thriller „Widows – Tödliche Witwen“ des 49-Jährigen (Start: 6. Dezember), eine Adaption der gleichnamigen BBC-Serie aus den achtziger Jahren um vier Witwen, die einen noch von ihren Ehemännern geplanten Raubüberfall ausführen wollen. Wir trafen Steve McQueen in Toronto, wo er „Widows“ vorstellte, und sprachen über Diversity und Diskriminierung, TV-Serien und wohin sich das Kino bewegt. McQueen spricht so rasant, dass er oft ganze Silben verschluckt, was sein Oxford-Englisch noch spezieller klingen lässt.

Eine Geschichte aus der aktuellen Ausgabe des Magazins der F.A.Z. „Frankfurter Allgemeine Quarterly“

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FRANKFURTER ALLGEMEINE QUARTERLY: Mr. McQueen, Ihr neuer Film lebt von vier starken Frauenfiguren. Während des Drehs ließ der Donnerschlag der #MeToo-Bewegung Hollywood erbeben. „Widows“ trifft exakt die Stimmung der Post-#MeToo-Ära. Waren Sie so hellseherisch?

STEVE MCQUEEN: Mit dreizehn sah ich im Fernsehen die Serie und konnte mich stark mit diesen Frauen identifizieren, die sich gegen ihr Schicksal wehren. Ich war ein kleiner schwarzer Junge in London. Man könnte annehmen, seitdem hätte sich in Sachen Diskriminierung etwas geändert. Umso glücklicher bin ich, wenn der Film dazu beiträgt, die Veränderungen, die begonnen haben, weiter voranzutreiben.

„Widows – Tödliche Witwen“ Video: F.A.Z.

FAQ: Wie wichtig ist die Bewegung, die seit letztem Herbst die Stimmung in der Filmbranche prägt?

MCQUEEN: Ich nehme sie extrem ernst, sie ist lebenswichtig. Sie muss im Zentrum der Veränderungen unserer Gesellschaft stehen. Veränderungen, die selbstverständlich sein sollten: Es geht um Menschlichkeit, gegenseitigen Respekt und angemessenes Verhalten. Das betrifft uns alle. Als schwarzer Mann, der in einem westlichen Land lebt, kann ich diese Bemühungen nur gutheißen.

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Quarterly