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Seuche

Pestepidemien forderten im Mittelalter Millionen Tote

Aktualisiert am 18.02.2002
 - 12:18
Sie wird auch der „schwarze Tod“ genannt. Im Mittelalter war die Pest die gefährlichste Infektionskrankheit in Europa und forderte während der Seuchenwelle von 1347 bis 1352 mehr als 25 Millionen Todesopfer; rund ein Drittel der Bewohner Europas.

Sie wird auch der „schwarze Tod“ genannt. Im Mittelalter war die Pest die gefährlichste Infektionskrankheit in Europa und forderte während der Seuchenwelle von 1347 bis 1352 mehr als 25 Millionen Todesopfer; rund ein Drittel der Bewohner Europas.

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Auslöser war die Belagerung des genuesischen Handelszentrums Kaffa. Die Tartaren hatten ihre Pestleichen über die Stadtmauern geschleudert. Von fliehenden Bewohnern aus der Stadt Kaffa wurden vermutlich die Bakterien in ganz Europa verteilt.

Drei große Epidemien

Bis heute gab es insgesamt drei große Pestepidemien: Zum ersten Mal rottete der Schwarze Tod im 6. Jahrhundert ausgehend von Ägypten und dann in Europa ganze Landstriche aus. 50 Jahre lang wütete die Seuche. Die dritte große Epidemie schließlich suchte am Ende des 19. Jahrhunderts in China, Japan und Indien heim. Allein allein in Indien gab es mehr als 15 Millionen Todesopfer.

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Die Seuche konnte bis heute nicht ausgerottet werden. 1991 infizierten sich zum Beispiel mehr als 2.000 Menschen, und immer noch sterben jährlich rund 140 Menschen an der Pest. Aktuell droht ein neuer Ausbruch der Seuche in Nordindien. Ärzte vermuten bei vier Toten, dass sie an der Lungenpest gestorben sind.

Übertragung durch Rattenflöhe

Pestbakterien werden durch Rattenflöhe übertragen. Schon kleinste Mengen der Bakterien genügen, um die Krankheit auszulösen. Etwa 100 bis 500 eingeatmete Bakterien reichen, um die Lungenpest auszulösen. Neben Cholera und Gelbfieber gehört die Pest zu den drei Quarantänekrankheiten, die am besten durch Isolierung der Erkrankten bekämpft werden können. Die Krankheit kann erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden.

Quelle: ddp
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