Herzblatt-Geschichten

Bei Föhngeräuschen einschlafen

Von Matthias Trautsch
Aktualisiert am 18.07.2020
 - 17:00
Das Kind, mit dem Sängerin Helene Fischer gesichtet wurde, ist wohl ihr Patenkind.
Rapper Haftbefehl schießt sich nicht nur sprichwörtlich ins Bein, Daniela Katzenberger schiebt Kilo-Frust, und Helene Fischer wird mit Kind gesichtet – die Herzblatt-Geschichten.

Natürlich sind auch wir empört über die Partyexzesse auf Malle. Aber die Straßennamen am Ballermann sind einfach gut. „Bierstraße“, „Schinkenstraße“ – das ist nicht nur leicht zu buchstabieren, sondern auch historisch unbedenklich. Nur so als Idee, weil derzeit viel über die Umbenennung von Straßen geredet wird. In der Mainmetropole Offenbach gibt es zum Beispiel die Initiative, die bisherige Bismarckstraße in Haftbefehlstraße umzutaufen. Wobei „Haftbefehl“ keine Anspielung auf die Sozialistengesetze des Eisernen Kanzlers ist, sondern der Name des ortsansässigen Rap-Babos.

Mitten in das Vorhaben hinein platzt allerdings die Nachricht, dass sich Hafti nach einem Ausflug ins Frankfurter Bahnhofsviertel versehentlich in den Unterschenkel geschossen haben soll. Nun macht sich alle Welt über den doofen Rapper lustig, wir aber geben zu bedenken: Ins Bein geschossen hat sich fast jeder schon mal. Natürlich nur sprichwörtlich, aber die meisten haben auch nicht so viele Schusswaffen zu Hause rumliegen wie ein Offenbacher Gangster-Rapper.

Aus rein schreibpraktischen Gründen ziehen wir eine Hafti-Allee oder Brudi-Gasse jedenfalls einer Straße vor, die nach einem der Kinder von Starkoch Jamie Oliver benannt ist. Die heißen nämlich, wie wir durch In erfahren, Poppy Honey Rosie, Daisy Boo Pamela, Petal Blossom Rainbow, Buddy Bear Maurice und River Rocket Blue Dallas. Wobei Kindernamen nicht die einzige Skurrilität im Promi-Leben sind. Wie uns In verrät, tritt Leonardo di Caprio gern in Kaugummi, Wayne Rooney kann nur bei Föhngeräuschen einschlafen und Jennifer Lopez frühstückt nackt, allerdings nicht aus erotischen Gründen, sondern um Marmeladeflecken auf dem Shirt zu vermeiden.

Was Daniela Katzenberger beim Frühstück trägt, wissen wir nicht, nach eigenen Angaben hat sie zuletzt aber zu viel gefrühstückt. Die „Katze“ ist laut In von der Corona-Krise direktemang in eine „dicke Kilo-Krise“ geschlittert, weil sie während des Lockdowns ständig gefuttert hat. Gegensteuern war wegen gesperrter Gyms nicht möglich, und so schiebt die Dreiunddreißigjährige jetzt „Figur-Frust“. So was kennt Otti Fischer nicht. In der Bild posiert er am Wörthersee und lässt wissen: „Meine Frau wird jeden Tag schöner, und so geht es mir auch.“

Immerhin leitet der Schauspieler das Eigenlob mit einer charmanten Bemerkung über die Gattin ein. Das käme Barbara Schöneberger nicht in den Sinn. Die reißt nämlich kesse Sprüche auf Kosten ihres Ehemanns („ein behaarter deutscher Schrank“). Den haarigen Schrank habe sie zum Glück noch nicht mit 20 getroffen. „Da hätte ich immer das Gefühl, es gibt da draußen bestimmt was Besseres.“

Wir kennen Schönebergers Mann nicht, vermuten aber, er ist entweder ein humorvoller Typ oder er liest keine bunten Blätter. In letzterem Fall erführe er allerdings auch nicht das Neueste über Helene Fischer: „Ein Kind macht sie glücklich“, vermeldet In. Nicht, dass jetzt jemand glaubt, die Queen of Schlager sei schwanger. Die Fünfunddreißigjährige wurde nur „angeblich“ mit ihrem Patenkind gesehen. Nach Lesart des Blatts ist das jedoch ein mindestens amtliches Zeichen für bevorstehendes Familienglück. Denn was sollte eine Frau mit einem fremden Kind schon anderes tun, als sich „auf das Mamasein“ vorzubereiten?

Florian-Silbereisen-Straße

Zumal die Atemlos-Sängerin, da ist Echo der Frau tief ins Archiv gegangen, schon letztes Jahr über ihren Partner gesagt habe: „Mit Thomas kann ich mir alles vorstellen.“ Rein logisch könnte das freilich auch bedeuten, zusammen bei Föhngeräuschen einzuschlafen, nackt zu frühstücken und kinderlos glücklich zu werden, aber so wollen wir die Sache nicht angehen. Zumal wir im selben Artikel erfahren, dass die schöne Hitsängerin und ihr Tänzer „an einem malerischen Alpensee das perfekte Liebes-Nest“ gefunden haben. Praktisch: Eine liebe Verwandte wohnt ganz in der Nähe – ein Babysitter ist also gefunden.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Ex nicht dazwischenfunkt. Eigentlich hatten wir gedacht, Helene und Entertainer Florian Silbereisen hätten sich im Guten getrennt, doch das Neue Blatt sieht Unheil aufziehen. Der Flori habe nämlich angekündigt, vielleicht einmal eine Autobiographie zu schreiben. Auf dem zugehörigen Foto wirkt es eher, als fülle er in einem Restaurant ein Corona-Formular aus, aber für das Neue Blatt ist das pikante Enthüllungswerk schon fast im Handel. „Sollte Florian auspacken, könnte das für Helenes Image eine Katastrophe sein.“

Wie facettenreich die Wirklichkeit ist, zeigt uns die Aktuelle. Demnach steht bei Helene und Flori nämlich kein Skandal, sondern ein zwischenmenschliches Comeback bevor: „Es wird wieder so wie früher – nur noch schöner.“ Okay, es dreht sich nur um eine geplante Show, aber: „Wo wäre die Chance besser, seiner großen Liebe wieder näherzukommen, als bei gemeinsamen Auftritten!?“ Wir lassen das doppelte Satzzeichen einfach mal wirken und erlauben uns einen Hinweis an unsere Offenbacher Nachbarn: Sollte es dem Flori gelingen, seine Liebste zurückzuerobern, dann hätte er einen Straßennamen redlich verdient.

Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Trautsch, Matthias
Matthias Trautsch
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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