Südafrika

Giraffe stößt mit Kopf gegen Brücke

01.08.2014
, 10:36
So wie hier in China werden Giraffen bisweilen auch in Südafrika transportiert. Wie es dem abgebildeten Exemplar ergangen ist, ist nicht überliefert
Eine Szene wie im Film: Eine Giraffe wird in einem offenen Lastwagen transportiert – und stößt sich den Kopf an einer Brücke. In Südafrika ist das tatsächlich passiert. Ein Tier wurde getötet, ein zweites hatte Glück.
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In der bekannten Szene aus dem Film „Hangover 3“ sah das vielleicht noch lustig aus: Ein Giraffe, die bei offenen Verdeck transportiert wird, stößt sich den Kopf an einer Brücke. Vor allem aber sah die Szene doch sehr weit hergeholt aus – bis jetzt. In Südafrika hat sich nun nämlich genau so ein Vorfall ereignet. Die Giraffe überlebte die Fahrt in einem offenen Transporter nicht. „Das Tier starb an einem Schädeltrauma“, sagte Rick Allan von der Tierschutzorganisation SPCA dem Nachrichtenportal iol.co.za.

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Dem Bericht der Zeitung zufolge war unklar, ob der Fahrer den Vorfall bemerkte. Die Tierschützer erwägen nun eine Anzeige gegen den Besitzer, da der Transport möglicherweise gegen geltende Vorschriften verstieß. Augenzeugen schilderte der örtlichen Presse entsetzliche Szenen. Den Moment des Aufpralls der Giraffe an der Brücke beschrieb einer gegenüber iol.co.za so: „Das Geräusch war so laut, dass mein Cousine, die das Auto fuhr, mich fragte, ob jemand geschossen hat, weil sie glaubte einen Gewehrschuss gehört zu haben.“

Auf im Internet veröffentlichten Fotos von Augenzeugen ist zu sehen, dass beide Tiere während der Fahrt verbundene Augen hatten. Die Bilder verbreiteten sich schnell über Twitter, Nutzer schrieben Hunderte wütender Kommentare.

Eine zweite Giraffe, die ebenfalls auf dem Anhänger stand, soll in einer Tierklinik sein. Rick Allan von der SPCA sagte, seine Organisation werde es nicht erlauben, dass das Tier abermals in einem offenen Transporter von der Klinik weggebracht werden. „Falls das Transportunternehmen darauf bestehen sollte, müssen wir uns womöglich einen Gerichtsbeschluss besorgen.“

Die Polizei hat indes Ermittlungen aufgenommen und nach eigenen Angaben bereits den Besitzer der Tiere ausfindig gemacht. Wie die Polizei mitteilte seien die Besitzer bisher aber wenig kooperativ: „Sie sagten, dass sie zuerst ihre Anwälte sprechen möchten. Hoffentlich können wir sie im Verlauf des Tages befragen.“

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Quelle: FAZ.NET/nean.
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