Südafrika

Milzbrand rafft Wildtiere in Südafrika dahin

12.06.2006
, 14:26
Durch Milzbrand gefährdet: Giraffen in Südafrika
Zahlreiche Wildtiere sind im Krüger-Nationalpark in den vergangenen Tagen durch einen Milzbrand-Ausbruch getötet worden. Bisher bestehe weder für Anwohner noch für Besucher des Parks eine Gefahr, heißt es.
ANZEIGE

Ein Milzbrand-Ausbruch rafft im Norden des südafrikanischen Krüger-Nationalparks Antilopen, Büffel und Giraffen dahin. „Wir haben vor zwei bis drei Wochen die ersten Kadaver entdeckt, wurden aber erst so richtig aufmerksam, als wir bei einem Helikopterflug vergangene Woche weitere fanden“, erklärte Nationalpark-Sprecher Raymond Trevor am Montag dem südafrikanischen Rundfunk.

ANZEIGE

Nach seinen Worten ist der Ausbruch bisher auf den äußersten Norden des Parks, nahe der Grenze zu Simbabwe, begrenzt. Trevor: „Es handelt sich um einen sehr entlegenen Teil des Parks, der rund 20 Kilometer südlich des Parfuri-Camps liegt.“

Trockenheit begünstigt Anthrax-Ausbruch

Bisher seien 15 Kadaver gefunden worden, die Spuren des Milzbrand auslösenden Anthrax-Virus aufwiesen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehe weder für die Anwohner noch die Besucher des Parks Anlaß zur Sorge. Es habe schon früher ähnliche Ausbrüche gegeben, die sich nicht verbreiteten.

Vor allem nach langen Trockenperioden, die von ergiebigen Regenzeiten abgelöst werden, trete Anthrax auf, erklärte Trevor. Das Parkmanagement überwache die betroffene Gegend und sei auf Gegenmaßnahmen bei einem weiteren Ausbreiten vorbereitet. Der Nationalpark wird jedes Jahr von knapp einer Million Besuchern aus dem In- und Ausland besucht.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE