Test

Europäische Fähren sind sicherer geworden

26.05.2004
, 16:56
Gute Noten für die Ostseefähre „Stena Scandinavica”
So sicher waren europäische Fähren schon lange seit langem nicht mehr. Ein neuer ADAC-Test bewertet lediglich zwei im Mittelmehr verkehrende Fähren mit „mangelhaft“. Ernüchternd waren jedoch einige Notfallübungen.
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Die Sicherheit auf den europäischen Fähren hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. In seinem neuen Fährentest konnte der Automobilclub ADAC die besten Ergebnisse seit Beginn der Untersuchungen 1996 registrieren. Von den 34 getesteten Schiffen schnitten neun „sehr gut“ ab, weitere 17 „gut“. Lediglich zwei im Mittelmehr verkehrende Fähren fielen mit der Bewertung „mangelhaft“ durch.

In unsicheres Fahrwasser begeben sich der Studie nach Passagiere der „Flaminia“, die zwischen Olbia auf Sardinien und Civitavecchia auf dem italienischen Festland kreuzt. Das 1981 gebaute Schiff rangiert im Test auf dem letzten Rang. Selbst die Konstruktion der Fähre ist den Experten zufolge „allenfalls ausreichend“. Auch die 1974 gebaute griechische Mittelmehrfähre „Rodanthi“ (Piräus-Paros) kassierte gleich in mehreren Kategorien schlechte Bewertungen.

Sicher von deutschen Häfen aus

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Sicher können sich die Passagiere dagegen auf allen vier getesteten Fähren fühlen, die Häfen in Deutschland anlaufen. Die „Peter Pan“ der TT-Line, die von Travemünde zum schwedischen Trelleborg verkehrt, erreichte mit dem Gesamturteil „sehr gut“ eines der besten Ergebnisse. Die „Prinsesse Ragnhild“ der Color Line, unterwegs auf der Norwegen-Route von Kiel nach Oslo, wurde „gut“ bewertet. Ebenfalls „gut“ schnitten im Schweden-Verkehr die „Stena Germanica“ der Stena Line (Kiel-Göteborg) und die „Trelleborg“ von Scandlines (Sassnitz-Trelleborg) ab.

Testsieger wurde die italienische Fähre „Excelsior“ der Reederei Grandi Navi Veloci, die die Strecke Palermo-Genua bedient. Das 1999 gebaute Schiff bekam in fünf der sechs Test-Kategorien das Prädikat „sehr gut“.

Ernüchternde Notfallübungen

Trotz des insgesamt positiven Test-Ergebnisses zeigen Schiffe wie die „Rodanthi“ und die „Flaminia“, daß die Zeit der unsicheren Fähren mit schlecht ausgebildeten Mannschaften noch nicht endgültig vorbei ist. Elf Mal hätten die Experten bei ihren Tests mit den Besatzungen Notfallübungen vorgenommen. Die Ergebnisse seien zum Teil ernüchternd gewesen. So seien bei der Simulation eines Brandes die Feuerlöschtrupps auf einer Fähre binnen weniger Minuten einsatzbereit gewesen, während auf einem anderen Schiff bis zu 20 Minuten vergangen seien.

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Quelle: ddp
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