FAZ plus ArtikelFeldhasen

Nicht nur Hunde sind der Hasen Tod

Von Oliver Bock
16.04.2022
, 17:32
Lauscher: Feldhasen sind achtsame Tiere. Zwei bis drei Millionen leben derzeit in Deutschland.
Feldhasen leiden unter einer ausgeräumten Agrarlandschaft und dem Straßenverkehr. Das Schrot der Jäger spielt eine untergeordnete Rolle.
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Wer an sonnigen Ostertagen lange Spaziergänge unternimmt, der muss sich nicht wundern, wenn er keinen Hasen sieht. Denn „Meister Lampe“ ist bevorzugt in der Dämmerung und nach Einbruch der Dunkelheit aktiv. Dann ziehen auch die Jäger los. Allerdings nicht, um mit der Flinte einen Osterbraten zu erlegen. Denn in Hessen dürfen Feldhasen erst im letzten Quartal eines Jahres geschossen werden. Die Jäger dürfen auch nur dann den Finger am Abzug krumm machen, wenn der Hasenbestand in der jeweiligen Region als ausreichend erachtet wird.

Statt ihrer Flinte nehmen die Jäger in diesen Tagen vielmehr Fernglas, Papier und Bleistift in die Hand sowie einen lichtstarken Suchscheinwerfer. Zweimal im Jahr werden auf den hessischen Feldern Hasen gezählt. Das gelingt gut, solange die Vegetation nicht weit fortgeschritten und der Bewuchs niedrig ist. Dann können bei Ableuchten der Felder die Hasen auf Entfernungen von 150 Metern und mehr identifiziert und gezählt werden. Wenn sie der Lichtstrahl trifft, erkennen die Jäger die Tiere an ihren hellrot zurückleuchtenden Augen.

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Quelle: F.A.Z.
Oliver Bock - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Oliver Bock
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.
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