Bärenmutter greift an

Japaner verwechselt Bärenbaby mit Hund

19.10.2020
, 10:37
Weil er ein Bärenbaby für einen kleinen Hund hielt, ist ein Japaner in einem Park in Niigata von einer Bärenmutter attackiert worden. Er wurde nicht verletzt.

Ein Japaner hat ein Bärenbaby mit einem Hund verwechselt – und prompt einen Denkzettel von der Bärenmutter verpasst bekommen. Wie die japanische Tageszeitung „Yomiuri Shimbun“ am Montag berichtete, hatte der Mann in der Präfektur Niigata die Parkanlage Ichishima Tei besucht, als er nahe des Haupteingangs einen vermeintlich niedlichen Hund bemerkte. Als er ihn streicheln wollte, sei der ahnungslose Spaziergänger plötzlich von hinten von der Bärenmutter angefallen worden.

Der Bär ließ allerdings schnell von dem Mann ab. Bis auf zerrissene Kleidung sei er unverletzt geblieben, hieß es. Die übrigen Touristen und Parkmitarbeiter brachten sich in Sicherheit. Der Park solle nun bis Monatsende geschlossen bleiben.

In Niigata herrscht derzeit Bärenalarm, nachdem eine 73 Jahre alte Frau von einem Bären beim Arbeiten auf ihrem Bauernhof angefallen und tödlich am Kopf verletzt worden war. Seit April wurden bereits neun Menschen in Niigata von schwarzen Kragenbären angefallen. Ein Grund, warum sich die Bären vor ihrem bevorstehenden Winterschlaf öfter menschlichen Siedlungen nähern, ist laut Experten, dass sie nicht genug Bucheckern in den Bergwäldern finden.

Quelle: dpa
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