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Nach 200 Jahren

Der Luchs ist zurück im Thüringer Wald

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Im Thüringer Wald ist erstmals wieder ein Luchs nachgewiesen worden. Nördlich von Oberschönau sei das Tier mit einer Kamerafalle fotografiert worden, teilte das Thüringer Umweltministerium am Freitag in Erfurt mit. Damit sei die Rückkehr des Luchses 200 Jahre nach seinem Verschwinden zweifelsfrei nachgewiesen worden.

Wissenschaftler des Forschungszentrums für Biodiversität und Naturschutz und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hatten mit Unterstützung eines ortsansässigen Naturschützers im Thüringer Wald zwanzig Fotofallen installiert. Die aktuellen Fotos von Mitte Februar 2018 ließen nun keinen Zweifel mehr zu, dass der Luchs zurück im Thüringer Wald sei. Die Aufnahmen und zusätzliche Spuren wurden den Angaben zufolge mittlerweile vom Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie bestätigt.

Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) sagte: „Unsere Bemühungen nach unzerschnittenen Korridoren zeigen Wirkung. Das Engagement vieler für Wildkatze und Luchs wird nun belohnt.“ Auch Henrique Pereira, Leiter der Forschungsgruppe „Biodiversität und Naturschutz“, sprach von einem „tollen Erfolg für den Naturschutz“.

Woher der Luchs gekommen ist und ob er sich im Thüringer Wald ansiedelt oder nur auf der Durchreise ist, das sei aber noch unklar, hieß es weiter. Möglicherweise stammt das Tier aus dem Nationalpark Harz oder dem Bayerischen Wald, die als Kerngebiete des Luchses gelten. Falls der Luchs im Thüringer Wald sesshaft wird, könnte das Gebiet zu einem wichtigen Trittstein werden bei der weiteren Ausbreitung des Luchses.

Quelle: epd
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