FAZ plus ArtikelKampf gegen Wilderei

Kann der Handel mit Nashorn Tiere schützen?

Von Annika Brohm
07.04.2021
, 06:32
Annette Oelofse rettet in Namibia Nashörner vor Wilderern. Zum Schutz der Tiere befürwortet sie auch umstrittene Maßnahmen.

Als die Farmer das Nashornkalb fanden, war es nur wenige Tage alt. Ohne Mutter und Nahrung stand es im namibischen Busch, inmitten einer der schlimmsten Dürren der Geschichte. Es war das erste Mal, dass das Tier um sein Leben kämpfte. Und es sollte Annette Oelofses Aufgabe werden, es vor dem Tod zu bewahren.

Wenn Nashornkühe gewildert werden und ihr Kalb allein zurückbleibt, dann dauert es meist nicht lange, bis Oelofses Telefon klingelt. Seit 25 Jahren kümmert sich die Deutsch-Namibierin auf ihrer Farm um verwaiste Nashörner. Auch dieses Mal zögerte sie nicht, als der Hilferuf sie erreichte. „In solchen Situationen muss man in die Schuhe springen und losrennen“, sagt sie, „die Schnürsenkel kann man auch später binden.“ Sie brachte das Nashorn in einem Gehege neben ihrem Haus unter und nannte es Tatuleki – die Zerbrechliche.

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