In 15 Bundesländern

Wieder mehr Wolfsrudel in Deutschland

Aktualisiert am 30.10.2020
 - 09:53
In die Fotofalle gegangen: ein Wolfrudel Ende Juli in Thüringen
Im Monitoringjahr 2019/2020 sind in Deutschland insgesamt 128 Rudel, 35 Wolfspaare und zehn sesshafte Einzelwölfe gezählt worden. Das waren 23 Rudel mehr als 2018/2019 in den Bundesländern nachgewiesen wurden.

Die Zahl der Wolfsrudel hat in Deutschland weiter zugenommen. Im Monitoringjahr 2019/2020 wurden insgesamt 128 Rudel, 35 Wolfspaare und zehn sesshafte Einzelwölfe gezählt, wie aus Zahlen des Bundesamts für Naturschutz (BfN) vom Freitag hervorgeht. Das waren 23 Rudel mehr als 2018/2019 in den Bundesländern nachgewiesen wurden, allerdings auch sechs Wolfspaare und zwei Einzelwölfe weniger. Ein Monitoringjahr erstreckt sich vom 1. Mai bis zum 30. April des darauffolgenden Jahres, es deckt sich mit einem biologischen „Wolfsjahr“, von der Geburt der Welpen bis zum Ende ihres ersten Lebensjahrs. Wölfe konnten mittlerweile in 15 Bundesländern nachgewiesen werden, nur im Saarland nicht. Hauptverbreitungsgebiet aber bleibt der Norden und Nordosten Deutschlands.

Auch die Zahl der getöteten Wölfe hat in den vergangenen Jahren zugenommen, von 61 (2017/2018) auf 100 (2018/2019), zuletzt wurden 126 tote Tiere gefunden. 98 verendeten im Straßenverkehr, mindestens elf Wölfe wurden illegal getötet. Darüber hinaus wurde nach BfN-Angaben bei weiteren sieben verunfallten Tieren illegaler Beschuss festgestellt. „Anlässlich dieser Entwicklung ist noch einmal festzuhalten: Der Wolf ist und bleibt eine streng geschützte Art. Das illegale Nachstellen und das Töten von Wölfen sind strafbar“, sagte die Präsidentin des Bundesamts, Beate Jessel, am Freitag. Zugleich wies sie daraufhin, dass zum zweiten Mal seit der Ausrottung der Art in Deutschland in den bayerischen Alpen nach zehn Jahren Abwesenheit wieder ein sesshafter Wolf bestätigt werden konnte.

Quelle: pps.
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