Wisente ausgewildert

Groß, mächtig, friedliebend, scheu – und jetzt wieder frei

11.04.2013
, 17:40
Vorsichtig in den Wald: Einige Wisente aus der Herde wagen die ersten Schritte aus dem Gehege hinaus in die Rothaar-Freiheit
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Sie sind imposant und auch ein bisschen furchteinflößend: Wisente. Jetzt wurden sie zum ersten Mal in Deutschland ausgewildert.
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Im Rothaargebirge ist am Donnerstag eine Herde Wisente in die Freiheit entlassen worden. Acht der Wildrinder waren drei Jahre lang in einem Gehege bei Bad Berleburg darauf vorbereitet worden. Am Mittag wurde nun ein erstes Stück des vier Kilometer langen Zauns um das Auswilderungsgehege geöffnet. Früher waren Wisente in großen Teilen Europas heimisch. In deutschen Wäldern lebten die Tiere bis ins 18. Jahrhundert. Vor 90 Jahren wäre die Bison-Art fast verschwunden. Mit bis zu drei Meter Länge und knapp 1,90 Meter Schulterhöhe können die Tiere fast eine Tonne schwer werden.

Der Bürgermeister von Bad Berleburg, Bernd Fuhrmann, sagte, die Freilassung stelle keine Gefahr für Menschen dar. „Wisente sind zwar groß und mächtig, aber auch friedliebend und scheu.“ Das habe sich in den drei Jahren gezeigt, in denen man die Tiere vor der Auswilderung intensiv beobachtet hatte. Fachleute nehmen an, dass die Tiere künftig auf einem Gebiet von 2000 bis 3000 Hektar umherstreifen werden. An ihrer bekannten Futterstelle sollen sie im Winter weiter von einem Ranger versorgt werden. Der Wisent oder Europäische Bison ist ein Wiederkäuer und ernährt sich ausschließlich vegetarisch.

Quelle: F.A.Z.
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