Riesige Regenmengen

Fast 60 Tote durch Sturm „Eta“ in Zentralamerika

Aktualisiert am 06.11.2020
 - 11:39
Hilfsorganisationen warnen vor einem Desaster in der Region durch Überschwemmungen und Erdrutsche.
Hurrikan „Eta“ hat sich abgeschwächt, sorgt in Zentralamerika aber dennoch für Überschwemmungen. Helfer warnen, dass die Regierungen nicht die Kapazitäten haben, ihrer Bevölkerung zu helfen.

In Folge des Sturms „Eta“ sind in Zentralamerika mindestens 57 Menschen ums Leben gekommen. Von Panama bis Guatemala wurden Häuser überflutet, Hilfsorganisationen warnten vor einem Desaster in der Region durch Überschwemmungen und Erdrutsche.

Mindestens 37 Menschen kamen durch drei Erdrutsche in Guatemala ums Leben. Allein 25 seien getötet worden, als eine Schlammlawine Häuser in der Stadt San Cristóbal Verapaz im Zentrum des Landes verschüttete, sagte Präsident Alejandro Giammattei am Donnerstag. Dem Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, David de León, zufolge gab es Berichte über 50 Vermisste in der Stadt, Rettungskräfte der Regierung hätten den Unglücksort noch nicht erreicht. Zwölf weitere Tote wurden aus der guatemaltekischen Stadt Huehuetenango gemeldet.

Bei kleineren Erdrutschen in Guatemala kamen zudem am Donnerstag noch fünf Menschen ums Leben. In Honduras wurden 13 Menschen durch Erdrutsche getötet und in Nicaragua zwei. In Panama galten acht Menschen als vermisst.

41 Gemeinden durch weggespülte Straßen abgeschnitten

In der Gegend des honduranischen San Pedro Sula mussten Hunderte Bewohner des Vororts Chamelecón am Donnerstag vor dem Morgengrauen ihre Häuser verlassen, als der gleichnamige Fluss über die Ufer trat. Marvin Aparicio, ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, sagte, 41 Gemeinden seien abgeschnitten, weil Straßen weggespült worden sein. Maite Matheu, Länderdirektorin der internationalen Hilfsorganisation Care, sagte, zwei Millionen Honduraner könnten direkt durch den Sturm betroffen sein. Die Regierung habe nicht die Kapazitäten, Menschen zu retten.

„Eta“ war als Hurrikan der Kategorie 4 auf Nicaragua getroffen und schwächte sich dann zu einem tropischen Tiefdruckgebiet ab. Dabei lud der Sturm aber riesige Regenmengen über großen Teilen Mittelamerikas ab. Zudem bewegte sich der Sturm nur sehr langsam vorwärts. Am Freitagmorgen (deutscher Zeit) befand er sich vor der Küste von Belize. Es wird davon ausgegangen, dass „Eta“ weiter nach Kuba und Anfang nächster Woche möglicherweise in den Golf von Mexiko zieht.

Quelle: AP
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