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Japan

Kobe gedenkt der Opfer des schweren Erdbebens vor 25 Jahren

Von Patrick Welter, Tokio
Aktualisiert am 17.01.2020
 - 17:19
Trauernde gedenken in einem Park im japanischen Kobe der Toten des Erdbebens vor 25 Jahren.
Vor 25 Jahren kamen durch ein schweres Erdbeben in der japanischen Millionenstadt Kobe über 6000 Menschen ums Leben. Nachwirkungen des Bebens beschäftigen die Stadt bis heute.

Tausende von Menschen haben am Freitag im japanischen Kobe der 6434 Menschen gedacht, die vor 25 Jahren bei einem großen Erdbeben in der Stadt und Umgebung ums Leben gekommen waren. In einem Park in der Stadt hielten die Trauernden am frühen Morgen um 5:46 Uhr, dem Zeitpunkt des Bebens, eine Schweigeminute. Leuchtende Bambuslaternen bildeten das Datum 17.1. und das Wort „Kizamu“ als Aufforderung, das Beben niemals zu vergessen.

Am 17. Januar 1995 hatte ein Erdbeben der Stärke 6,9 in einer Tiefe von 22 Kilometern Kobe und Umgebung erschüttert. Das Beben dauerte rund 20 Sekunden. Hochgelegte Stadtautobahnen fielen um, und Häuser stürzten ein. Große Schäden entstanden durch zahlreiche Feuer, die in der ganzen Stadt ausbrachen und manche Stadtteile mit ihren Holzhäuser verwüsteten. Mehr als 240.000 Häuser wurden zerstört.

Das Große Hanshin Erdbeben, wie es in Japan nach der Hanshin-Region zwischen Kobe und Osaka genannt wird, war das zweitschlimmste Erdbeben, das das Land im vergangenen Jahrhundert getroffen hat. Die Schäden waren besonders groß, weil das Epizentrum des Bebens nur etwa 20 Kilometer entfernt von Kobe mit seinen damals 1,5 Millionen Einwohnern lag.

Fragwürdiger Titel

Viele Menschen wurden morgens im Schlaf von dem Beben überrascht. Der monetäre Schaden wurde auf mehr als 100 Milliarden Dollar geschätzt. Das Hanshin-Erdbeben hielt damals den fragwürdigen Titel des teuersten natürlichen Desasters. Die Präfektur Hyogo mit ihrer Hauptstadt Kobe schätzt, dass sie noch weitere zehn Jahre braucht, um die letzten Schulden für den Wiederaufbau abzuzahlen.

Schlimmer als das Kobe-Erdbeben war im vergangenen Jahrhundert in Japan nur das Große Kanto Erdbeben, das 1923 Tokio und Umgebung verwüstete und dem rund 140.000 Menschen zum Opfer fielen. Die Zahl der Todesopfer und Vermissten nach dem Erdbeben und Tsunami im Jahr 2011 im Nordosten Japans wird mit etwa 20.000 angegeben.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Welter, Patrick
Patrick Welter
Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.
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