Schottland

Drei Tote und mehrere Verletzte bei Zugunglück

Aktualisiert am 12.08.2020
 - 17:40
An der Unglücksstelle in der Nähe von Stonehaven steigt Rauch auf.
Das Unglück ereignete sich am Mittwochvormittag nahe Stonehaven. Schottlands Regierungschefin sprach von einem „extrem ernsten Vorfall“. In der Gegend gab es in der Nacht Stürme und Überschwemmungen.

Bei einem Zugunglück in Schottland sind am Mittwoch mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen der Zugführer. Sechs weitere Personen seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gekommen, nachdem der Passierzug etwa 160 Kilometer nordöstlich von Edinburgh entgleist sei, teilte die britische Verkehrspolizei mit. Eine Unglücksursache wurde zunächst nicht genannt. Es hatte aber in der Gegend heftig geregnet und gestürmt, der Fluss Carron war nach Angaben eines örtlichen Abgeordneten über die Ufer getreten.

Über der Unglücksstelle stieg am Mittwoch dichter dunkler Rauch auf; Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon sprach von einem „extrem ernsten Vorfall“, ihre Gedanken seien bei den Betroffenen. Ebenso äußerte sich der britische Premierminister Boris Johnson.

Nach Angaben der britischen Verkehrspolizei wurden Einsatzkräfte um 9.43 Uhr (Ortszeit) zum Einsatz in der Nähe von Stonehaven gerufen. In der Nacht war es in der hügeligen Gegend zu Stürmen und Überschwemmungen gekommen.

Stonehaven liegt auf der Strecke für Passagierzüge, die Aberdeen mit den Städten Edinburgh und Glasgow verbindet. Tödliche Zugunglücke ereignen sich in Großbritannien sehr selten. Die letzte Entgleisung eines Zuges mit Toten ereignete sich 2007. Der Chef der britischen Bahngesellschaft Network Rail brach wegen des Unglücks einen Familienurlaub vorzeitig ab und kehrte nach Großbritannien zurück.

Quelle: AP
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