Sturm „Iota“ in Zentralamerika

Ganze Landstriche stehen unter Wasser

Aktualisiert am 19.11.2020
 - 16:00
Hier fahren eigentlich Autos entlang: San Pedro Sula, Honduras, hat „Iota“ eine Straße überschwemmt.
Es ist der zweite Hurrikan binnen zwei Wochen: „Iota“ hat in Zentralamerika schwere Schäden hinterlassen, mindestens 24 Menschen kamen ums Leben. Verheerend sind vor allem die sintflutartigen Regenfälle, die den Sturm begleiten.

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen wird Zentralamerika von einem Hurrikan heimgesucht. Durch den Sturm Iota kamen auf seinem Weg durch Nicaragua und Honduras bisher mindestens 24 Menschen ums Leben, Tausende Familien wurden obdachlos. Iota war am Montag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde an der nicaraguanischen Karibikküste auf das Festland getroffen. Es war der stärkste je registrierte Sturm in Nicaragua. Verheerend sind allerdings vor allem die sintflutartigen Regenfälle, die den Sturm begleiten.

Ganze Landstriche stehen unter Wasser, nachdem Flüsse über die Ufer getreten sind. Etliche Erdrutsche haben Häuser, Straßen und Brücken mitgerissen. Im Lauf der Woche hat sich der Sturm abgeschwächt und über El Salvador Richtung Pazifik bewegt. Weiterhin kommt es aber zu heftigen Niederschlägen, von denen auch Guatemala, El Salvador und der Süden Mexikos betroffen sind. Das Hurrikan-Zentrum in Miami warnte am Mittwoch vor der „Gefahr starker Niederschläge“.

Die ländlichen Regionen Zentralamerikas waren in den vergangenen Jahren von einer anhaltenden Dürre gezeichnet, die die Armut weiter verschärft hat. Nun haben Zehntausende Familien ihre bescheidene Lebensgrundlage verloren. Die Region kämpft noch mit den Folgen des Hurrikans Eta, der vor rund zwei Wochen über die betroffenen Gebiete hinweggezogen war. Mehr als 100 Menschen kamen ums Leben, immenser Schaden entstand. Mehr als zwei Millionen Menschen von Kolumbien bis Mexiko sind von den Folgen der Stürme betroffen.

Die Hurrikan-Saison ist in diesem Jahr besonders ausgeprägt. Iota war der dreißigste Sturm, der sich über dem Atlantik zusammengebraut hat. Und es dürfte nicht der letzte gewesen sein. Wissenschaftler vermuten als Ursache den Anstieg der Wassertemperatur des Atlantiks und der Karibik als Folge des globalen Klimawandels.

Quelle: tjb.
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