Ersthelfer tot, elf Verletzte

Beim tödlichen Unfall auf der A3 war Alkohol im Spiel

09.05.2022
, 07:39
Zerstörerische Wucht: Eines der Autos, die bei dem schweren Unfall am Flughafen beteiligt waren.
Bei dem tödlichen Unfall auf der A3 in der Nähe des Frankfurter Flughafens am frühen Sonntagmorgen war ein Unfallfahrer offenbar alkoholisiert. Ein Mann wurde wegen Rückwärtsfahrens in der Rettungsgasse verhaftet.

Ein Ersthelfer ist auf der A3 in der Nähe des Frankfurter Flughafens tödlich verletzt worden, als der Fahrer eines Transporters in eine Unfallstelle prallte. Insgesamt seien bei den Unfällen am frühen Sonntagmorgen zudem elf Menschen verletzt worden, sechs von ihnen schwer, teilte die Polizei am Sonntagabend mit. Der 39 Jahre alte Fahrer des Transporters war ersten Ermittlungen zufolge zum Unfallzeitpunkt alkoholisiert. Der tödlich verletzte Mann war 33 Jahre alt.

Die Autobahn war vom frühen Morgen bis zum Mittag gesperrt. Ein Autofahrer habe versucht, dem Stau zu entkommen und rückwärts durch die Rettungsgasse zu fahren, sagte eine Polizeisprecherin. Er sei festgenommen worden.

Zunächst war es gegen 4.30 Uhr zu einem Auffahrunfall zweier Fahrzeuge gekommen, wie die Polizei erklärte. Eines der Autos - mit einer 38 Jahre alten Fahrerin und einem 42 Jahre alten Beifahrer - geriet danach ins Schleudern, kollidierte mit einer Schutzplanke und kam auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen. Der andere Wagen, in dem zwei 20 und 44 Jahre alte Männer unterwegs waren, kollidierte ebenfalls mit der Schutzplanke und blieb etwa 150 Meter weiter auf dem linken Fahrstreifen stehen.

Nur wenige Augenblicke danach habe der Fahrer eines Kleintransporters auf dem Seitenstreifen angehalten. Die drei Männer aus diesem Fahrzeug im Alter von 21, 28 und 33 Jahren liefen zu dem verunglückten Auto auf dem mittleren Fahrstreifen, um zu helfen, wie es hieß. In diesem Moment habe sich der Transporter mit fünf Männern genähert. Der 39 Jahre alte Fahrer habe die Unfallstelle offenbar zu spät bemerkt und sei in den Wagen auf der mittleren Spur geprallt. Zudem erfasste er die drei Helfer. Der 33 Jahre alte Helfer starb noch an der Unfallstelle.

Die Autobahn wurde ab dem Frankfurter Kreuz in Richtung Köln voll gesperrt. Alle vier Fahrzeuge wurden abgeschleppt, die drei Unfallwagen waren komplett beschädigt. Wegen der vielen Trümmerteile musste die Fahrbahn aufwendig gereinigt werden, so dass die Vollsperrung erst gegen 11.40 Uhr nach und nach aufgehoben werden konnte und die Autobahn ab 12.25 Uhr wieder frei befahrbar war, so die Polizei.

Quelle: dpa
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