Im Bundesstaat Georgia

Tote und Verletzte bei Chemieunfall in amerikanischer Fabrik

28.01.2021
, 21:17
Polizei und Feuerwehr vor dem Lebensmittelwerk nach einem gemeldeten Chemikalienleck in Gainesville, Georgia
Bei einem Unfall in einer Fleischfabrik im amerikanischen Bundesstaat Georgia sind mindestens sechs Menschen gestorben. Aus bislang unbekannter Ursache lief flüssiger Stickstoff aus.

Bei einem Chemieunfall in einer Lebensmittelfabrik im amerikanischen Bundesstaat Georgia sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zehn weitere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, wie die Polizei der Stadt Gainesville am Donnerstag mitteilte.

Demnach lief in der Fabrik aus zunächst unbekannter Ursache flüssiger Stickstoff aus. Die Polizei betonte, entgegen anderslautender Berichte habe sich keine Explosion ereignet. Bei der Fabrik handelt es sich nach Angaben von Bloomberg um die Fleischverpackungsfabrik Prime Pak Foods Inc.

Auf einer Pressekonferenz teilten die Beamten mit, dass zehn Verletzte in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht wurden, dort sei ein Mensch infolge des Unfalls gestorben. Damit stieg die Zahl der Toten auf sechs. Von denen, die im Krankenhaus sind, befinden sich zudem drei in einem kritischen Zustand. Sechs weitere Verletzte befänden sich in einem guten Zustand. Unter den Verletzten sind auch drei Feuerwehrleute, das berichtet der Lokalsender „WSB-TV“.

Mindestens 130 weitere Personen wurden von der Anlage der Fabrik evakuiert und zu einer nahe gelegenen Kirche gebracht, um dort untersucht zu werden. Nach Angaben der Beamten ereignete sich der Vorfall um zehn Uhr am Morgen (Ortszeit). Wegen des Unfalls durften Schüler in der Gegend vorübergehend nicht ihre Schulen verlassen. Gainesville befindet sich rund 80 Kilometer nordöstlich der Großstadt Atlanta.

Flüssiger Stickstoff hat eine Temperatur von minus 196 Grad Celsius. Er wird unter anderem in der Lebensmittelindustrie zum Schockfrosten eingesetzt.

Quelle: kirk./AFP
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