Christi Himmelfahrt

Am Vatertag gibt es die meisten Alkohol-Unfälle

19.05.2020
, 15:30
Am Vatertag ziehen viele Männer mit Bier und Bollerwagen umher. Das Auto sollte man danach aber stehen lassen. (Archivbild)
Der Vatertag sorgt Jahr für Jahr für eine Statistikspitze: An Christi Himmelfahrt gibt es die meisten Autounfälle unter Alkoholeinfluss. In Bremen wird der Verkauf eingeschränkt – begründet wird das jedoch mit dem Infektionsschutz.

Dass am Vatertag gerne feucht-fröhlich gefeiert wird, ist bekannt. Dabei hätte so mancher das Auto besser stehen gelassen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts war im vergangenen Jahr nach vorläufigen Angaben bei 263 Unfällen im Straßenverkehr an Christi Himmelfahrt Alkohol im Spiel. Damit gab es am Vatertag so viele Unfälle mit Alkoholeinfluss wie an keinem anderen Tag des Jahres. Bei 160 dieser Unfälle kamen den Angaben zufolge Menschen zu Schaden ebenfalls der höchste Wert des Jahres 2019 an einem Tag. Dabei gab es einen Toten, 67 Menschen wurden schwer verletzt.

An anderen Tagen sah es mit Unfällen in Verbindung mit Alkohol am Steuer deutlich besser aus: Im Durchschnitt kam es auf deutschen Straßen im Jahr 2019 pro Tag zu rund 98 Unfällen, bei denen Alkohol bei mindestens einer oder einem der Beteiligten nachgewiesen wurde. Insgesamt verzeichnete die Statistik 2019 rund 35.600 Unfälle mit Alkoholeinfluss.

Doch immerhin: Im Vergleich zum Vatertag 2018 mit 274 solcher Unfälle ging die Anzahl der Alkoholunfälle leicht zurück. Am Vatertag ereignen sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes seit vielen Jahren die meisten Alkoholunfälle im Jahr. Wohl wenig überraschend: Auch Silvester und Neujahr sowie der Tag der Arbeit am 1. Mai sind bei Unfällen in Verbindung mit Alkohol überdurchschnittlich oft vertreten.

Bremen verbietet Außerhausverkauf von Alkohol

Bremen schränkt zum Vatertag den Alkoholverkauf ein. Die Ursache dafür liegt jedoch primär im Infektionsschutz. Eine Allgemeinverfügung für den 21. Mai regelt, dass Gaststätten keinen Alkohol außer Haus verkaufen dürfen. Auch auf Bollerwagen oder Handkarren darf kein Alkohol in der Öffentlichkeit mitgeführt werden, wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Montag ankündigte.

„Jeder weiß, dass mit steigendem Alkoholkonsum gute Vorsätze schnell in Vergessenheit geraten, zumal sich viele Menschen in ihre alte Normalität zurücksehnen“, sagte der SPD-Politiker. Nachlässigkeit bei den Abstandsregeln oder der Handhygiene könne sich die Gesellschaft aber nicht leisten. Menschenansammlungen gelte es, wo immer möglich, zu vermeiden.

Quelle: anki./dpa
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