Nach Vulkanausbruch

Neuer Lavastrom auf La Palma bedroht bisher verschonten Ort La Laguna

30.11.2021
, 14:00
Das bis zu 1300 Grad heiße flüssige Gestein tritt aus einem neuen Schlot aus und ist noch eineinhalb Kilometer vom Ortsrand La Laguna entfernt.
Mehr als zehn Wochen nach dem Vulkanausbruch auf der Insel La Palma bedroht die Lava den bisher verschonten Ort La Laguna. Die etwa 1200 Bewohner mussten schon einmal im Oktober ihre Häuser verlassen.

Ein neuer Lavastrom auf der spanischen Vulkaninsel La Palma bedroht den bisher verschonten Ort La Laguna. Das bis zu 1300 Grad heiße flüssige Gestein trete aus einem neuen Schlot aus und sei noch eineinhalb Kilometer vom Ortsrand entfernt, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Dienstag. Allerdings habe sich die Geschwindigkeit, mit der sich die Lava Richtung Meer wälzt, etwas verringert und auch die Richtung könne sich noch ändern. Die etwa 1200 Bewohner von La Laguna mussten schon einmal im Oktober ihre Häuser verlassen.

Die Atlantikinsel vor der Westküste Afrikas sei in den vergangenen Stunden auch wieder von mehr als 100 leichten bis mittleren Erdbeben erschüttert worden. Das heftigste habe eine Stärke von 5,0 gehabt und sei auf der ganzen Insel zu spüren gewesen.

Seit der Vulkan vor mehr als zehn Wochen, am 19. September, ausbrach, hat die Lava nach neuen Angaben 2748 Gebäude zerstört oder beschädigt. Demnach waren zuletzt insgesamt 1115 Hektar von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Diese Fläche entspricht mehr als 1500 Fußballfeldern. Mehr als 7000 Bewohner mussten sich seit Ausbruch des Vulkans in Sicherheit bringen. Ein Ende des Ausbruchs war weiter nicht absehbar.

Quelle: dpa
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