Unwetter

Überschwemmungen in Mittelamerika

Aktualisiert am 30.05.2002
 - 16:46
Unwetter richteten in Mittelamerika großen Schaden an. Meteorologen rechnen für dieses Jahr mit besonders vielen Hurrikans.

Unwetter mit schweren Überschwemmungen sorgen in Mittelamerika für Chaos. Bis Donnerstag kosteten die Stürme wahrscheinlich fünf Menschen das Leben. Auf der Landenge zwischen Guatemala und Panama verloren außerdem tausende Einwohner Hab und Gut. Die Fluten rissen Brücken weg, unterspülten Fernstraßen und verwüsteten Ackerflächen. Betroffen sind neben Guatemala und Panama auch Costa Rica, El Salvador, Nicaragua und Honduras.

Anfang der Woche waren in der Karibik bei Unwettern bereits mindestens 19 Menschen getötet worden. Vier Todesopfer wurden Angaben des Zivilschutzes zufolge in Panama registriert. Sie seien in Flüssen ertrunken, die über die Ufer getreten waren, hieß es. In Panama-Stadt standen einige Stadtviertel unter Wasser. In Honduras' Hauptstadt Tegucigalpa wurde am Mittwoch ein Kind von den Fluten mitgerissen und nicht wieder gefunden.

Katastrophenalarm in Nicaragua

In Nicaragua hatte die Regierung schon am Dienstag für den ganzen Westen des Landes Katastrophenalarm gegeben. Der internationale Flughafen der Hauptstadt Managua wurde vorübergehend geschlossen, der Schulunterricht in Managua fiel aus. 334 Familien wurden offiziellen Angaben zufolge ausquartiert und 759 Häuser sowie 360 Kilometer Straßen und Wege beschädigt. Auch aus Costa Rica, El Salvador und Guatemala wurden Überschwemmungen gemeldet.

Der Hurrikan „Alma“, der am Dienstag über dem Pazifik entstanden war, aber weit von allen Küsten entfernt tobte, änderte am Donnerstag seine Richtung von West nach Nord. Damit wurde er zu einer Bedrohung für die mexikanische Halbinsel Baja California. Am Donnerstagmorgen (Ortszeit) lag das Zentrum des Wirbelsturms rund 990 Kilomter südwestlich von Cabo San Lucas, der Südspitze der Halbinsel. Die Windgeschwindigkeiten erreichten 165 Stundenkilometer, mit 13 Kilometern pro Stunde bewegte sich das Wettersystem nordwärts.

Die Hurrikan-Saison in der westlichen Hemisphäre beginnt im Pazifik am 15. Mai und im Atlantik am 1. Juni. Mexikanische Meteorologen rechnen für dieses Jahr mit überdurchschnittlich vielen Wirbelstürmen.

Quelle: dpa
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