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In Österreich

Jetzt kommt die „Stopp-Corona-App“

Von Andreas Mihm
Aktualisiert am 25.03.2020
 - 15:00
Geht es nach dem österreichischen Roten Kreuz, befindet sich bald auf jedem Smartphone die „Stopp Corona-App“.
Das österreichische Rote Kreuz will die Verbreitung des Virus mit moderner Technik in den Griff bekommen. Wie soll das funktionieren?

Die Corona-Epidemie beschleunigt den Einsatz technischer Hilfsmittel, um die Verbreitung des Virus und auch persönliche Kontakte Infizierter zu verfolgen. Die massenhafte Nutzung anonymer Mobilfunkdaten, mit denen das Robert-Koch-Institut in Deutschland die Wirksamkeit von Kontaktbeschränkungen messen will, ist das eine. Apps die, wie aus China berichtet, auf Basis individueller Bewegungs- und Interaktionsprofile das Risiko einer Infizierung mit dem Virus bewerten und darüber etwa den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr steuern, etwas anderes.

In Israel vergleicht eine umstrittene App Standortdaten des Nutzers und vergleicht sie mit den Informationen, die das Gesundheitsministerium über bestätigte Fälle der vergangenen 14 Tage vorliegen hat. Im Fall einer Übereinstimmung soll sich der Nutzer bei der Behörde melden. Aber auch der Geheimdienst hatte hier seine Hände offenbar im Spiel. Aus Tschechien wird berichtet, dass die Regierung – auf freiwilliger Basis – das Bewegungsprofil positiv getesteter Bürger anhand von Daten der Mobiltelefone, EC- oder Kreditkarten nachverfolgen will, um Kontaktpersonen aufzuspüren.

Einen anderen Weg geht das Österreichische Rote Kreuz. Seit Mittwoch bietet es eine „Stopp Corona-App“ an. Die soll helfen, mögliche Infizierte schnell zu finden und die Infektionskette zu unterbrechen. Kernstück ist ein Kontakt-Tagebuch, in dem persönliche Begegnungen jenseits der engeren Familie mittels „digitalem Handshake“ anonymisiert gespeichert werden.

Die Anonymität soll gewahrt bleiben

Stellt ein Arzt später eine Infektion fest, könne der Teilnehmer kurz eine Meldung über die App abgeben, um die in den vergangenen 48 Stunden registrierten Kontakte anonymisiert zu benachrichtigen, heißt es. Die wüssten dann, dass es einen bestätigten Corona-Fall in ihrem Umfeld gebe. Anschließend würden die User aufgefordert zuhause zu bleiben und beim Einsetzen von Symptomen den Hausarzt oder den Notdienst anzurufen.

Die App verkürze den Zeitraum vom Auftreten der Symptome und dem Nachvollziehen der Kontakte, schreibt das Rote Kreuz. Damit werde das Zeitfenster verkürzt, in dem andere Personen angesteckt werden können. Das funktioniere umso besser, je mehr Menschen die App nutzen. Deshalb appelliert die Hilfsorganisation „Jeder Download zählt.“

Die Anonymität bleibe gewahrt, der Nutzer müsse so wenig Daten wie notwendig preisgeben, könne aber trotzdem eine Vernetzung ermöglichen „und somit Infektionsketten zu unterbrechen“. Die Kontakte der Nutzer würden nur auf deren Endgeräten gespeichert – damit der „digitale Handschlag“ funktioniere, müssten sich beide über ihre Handys vernetzen. Nur so könne im Falle einer Erkrankung die andere Person informiert werden. In einer weiteren Ausbaustufe soll die App einen Symptomcheck möglich machen. Über den könne man dann herausfinden, ob aktuelle Symptome zu einer Coronavirus-Erkrankung passten und was man dann tun solle.

Quelle: FAZ.NET
Andreas Mihm - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Andreas Mihm
Wirtschaftskorrespondent in Wien.
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