FAZ plus ArtikelBerufliche Fehlentscheidungen

Ach, hätt ich doch nur  . . .

Von Ursula Kals
17.05.2021
, 12:47
Wer eine berufliche Fehlentscheidung trifft, hadert oft noch jahrelang damit. Dabei helfen übermäßige Reue und Grübelei nicht weiter. Stattdessen gibt es wichtige Fragen, die man sich stellen sollte.

Ein Corona-Albtraum geht so: Jahrelang liebäugelt eine Angestellte mit dem Sprung in die Selbständigkeit. Sie sammelt Erfahrung, Kraft und Geld und traut sich nach reiflicher Überlegung, angehäuftes Fachwissen freiberuflich zu vermarkten oder ein kleines Unternehmen aufzubauen. Abschiedsfeier im Kollegenkreis, Einweihung der neuen Geschäftsräume, schicker Online-Auftritt. Die Alles-Gute-für-dich-Sektflaschen sind noch nicht im Altglas gelandet, da kommt Corona.

Was nicht kommt, sind Aufträge oder Kunden. Das kann Menschen, wie vor wenigen Tagen eine junge Friseurin in Ostbelgien, in den Selbstmord treiben. „Ich kenne Leute, die sich kurz vor der Krise selbständig machten und das gründlich vorbereitet hatten. Jetzt ist das schlimm. Sie sind verzweifelt“, beobachtet Alexander Dammann. Der Coach aus Hildesheim sagt, der Umgang mit vermeintlichen Fehlentscheidungen sei ein riesiges Thema in seinen Beratungen, gerade in der Pandemie. Taucht der „schwarze Schwan“ auf, ein nicht vorhersehbares Ereignis mit negativen Folgen, sei das verheerend.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Ursula Kals - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Ursula Kals
Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot