FAZ plus ArtikelForscherinnen in der Pandemie

Frau Doktor schafft das nicht

Von Sarah Obertreis
17.09.2021
, 14:08
Die Pandemie hat die Bedingungen für sie erschwert: Forscherinnen, hier in Dresden
Insgesamt scheinen Frauen nicht stärker unter der Corona-Krise zu leiden als Männer. Außer sie sind gut ausgebildet – und arbeiten zum Beispiel in der Wisschenschaft.

Schon 2019 war das Weltwirtschaftsforum (WEF) nicht begeistert von seinem Befund: In seinem damaligen „Global Gender Gap Report“ ist zu lesen, es dauere 99,5 Jahre, bis die Frauen dieser Welt in allen Lebensbereichen zu den Männern aufgeschlossen hätten – optimistisch gerechnet. Ginge es so langsam voran wie in den Jahren zuvor, könnte es auch noch ein Vierteljahrtausend dauern. Ein Jahr später mussten die Forscher des WEF selbst ihre düstersten Vorhersagen nach unten korrigieren. Die Corona-Pandemie sei schuld, schreiben sie jetzt, dass es noch eine weitere Generation dauern werde, bis globale Gleichberechtigung erreicht sei: 135,6 Jahre.

Prognosen wie diese sind ein Grund, warum es hierzulande zu einer Art Grundkonsens geworden ist, dass Frauen unter den Folgen der Pandemie stärker leiden als Männer. Doch ein Blick in die Studien der vergangenen Monate und Gespräche mit Forschern zeigen: So einfach ist es nicht. Was für die 156 Länder, die der „Global Gender Gap Report“ berücksichtigt, zusammengefasst gilt, muss noch lange nicht für Europa und Deutschland richtig sein.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Obertreis, Sarah
Sarah Obertreis
Redakteurin in der Wirtschaft.
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