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Summer School mal anders

Von Marilena Piesker
Aktualisiert am 05.08.2020
 - 10:19
Die Studentin Katharina Weiß besuchte im Rahmen einer Summer School Kirgisistan.zur Bildergalerie
Unter normalen Umständen lernen Studenten über Kurzzeitaufenthalte im Sommer Menschen und Kultur eines fremden Landes kennen. Corona macht das unmöglich – dafür rücken teure Elite-Unis plötzlich in Reichweite.

Heiß und staubig war es, als Katharina Weiß vergangenes Jahr in der kirgisischen Steppe am Spielrand einer Kok-Boru-Partie stand. Der trockene Wind störte die Studierende nicht – zu fasziniert war sie von dem Traditionssport des zentralasiatischen Landes, der entfernt an ein Polo-Spiel erinnert: Zwei Mannschaften auf Pferden versuchen in vollem Galopp eine tote Ziege zu erobern und im gegnerischen Brunnen zu versenken. In dem Spiel geht es zuweilen brutal zu, aber der Begeisterung der Spieler und Fans tut das keinen Abbruch – im Gegenteil. Der Gewinn einer Partie ist mit hohem sozialen Prestige verbunden und bringt der siegreichen Mannschaft oft einen hohen Preis ein, zum Beispiel ein wertvolles Pferd.

Um solche Momente zu erleben, hat sich die 25 Jahre alte Physikstudentin bewusst für eine Summer School entschieden. Knapp drei Wochen lang forschte sie im Rahmen ihres Masterprogramms zum Thema Wasserkraftwerke in Kirgisistan. „Die Erlebnisse damals wären online gar nicht möglich gewesen“, erzählt Weiß.

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Quelle: F.A.Z.
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