FAZ plus ArtikelArbeiten im Corona-Sommer

Im Wildpark tragen nur die Waschbären Masken

Von Ursula Kals
Aktualisiert am 20.07.2020
 - 10:53
„Ich wusste nicht, was das bedeutet Vater zu werden“: Wildhüter Florian Wilde hat mehrere Frischlinge aufgezogen.
Gangelt kennt fast jeder als Corona-Hotspot. Florian Wilde arbeitet hier im Wildpark und ist besorgt über ausbleibende Besucher, Hygienetücher im Gehege und den guten Ruf.

Das Wetter unwirtlich zu nennen wäre eine glatte Untertreibung. Es regnet ohne Unterlass. Gut, dass ein großer Teil der vier Kilometer langen sandigen Wege unter schützenden Blätterdächern alten Baumbestands liegt. Besucher stellen sich an diesem mürrischen Mittwoch im Juli auf dem 60 Hektar großen Gelände nur tröpfelnd ein.

Aber die Wildschweine fühlen sich sauwohl. Als Florian Wilde über den Zaun steigt, galoppieren sie grunzend heran. Leckerlis hat er nicht dabei, aber Streicheleinheiten für Bache Freddie und Keiler Steiger. Acht verwaiste Frischlinge hat der 28 Jahre alte Forstwirt von Hand aufgezogen, die bleiben anhänglich. „Sie mussten alle drei Stunden warmes Futter bekommen. Ich wusste nicht, was das bedeutet, Vater zu werden“, sagt er.

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Quelle: F.A.Z.
Ursula Kals - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Ursula Kals
Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.
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