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Herz von Heartucate: Die beiden Gründerinnen Franziska Weser und Anna Kirchberg (beide 28, von links).

Deutschland sucht den 5G-Star

Von BASTIAN BENRATH, Fotos von CHRISTOPH WEHRER
Herz von Heartucate: Die beiden Gründerinnen Franziska Weser und Anna Kirchberg (beide 28, von links).

09.02.2020 · Eisbären im Klassenraum oder kluge Kleidung: Studenten haben Anwendungsideen für schnellen Mobilfunk entwickelt.

D er Vorraum auf dem Weg zum Erfolg sieht unordentlich aus. Stühle stehen kreuz und quer, hippe Deckenlampen werfen gelbes Licht auf ein kleines Personengrüppchen, das nervös in einer Ecke steht. Einige von ihnen sind über das Mobiliar gestiegen, um genau mitzubekommen, was der Techniker ihnen über den Ablauf ihrer Präsentationen sagt. Es ist zehn vor fünf an diesem Freitagabend in einer modern umgestalteten alten Fabrikhalle in Berlin-Wedding. In wenigen Minuten beginnt die Schlussrunde des „5G for Society“-Wettbewerbs des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung, den dieser mit der Ideenplattform Ekipa und dem 5G-Lab der Technischen Universität Dresden veranstaltet.

Die Fernsteuerung zum Weiterschalten der Präsentationsfolien liegt links an der Bühne, die Mikrofone auf dem Tischchen rechts. Alles Informationen, die eigentlich kaum Platz haben in den Köpfen der Teilnehmer, die mehr als vier Monate auf diesen Tag hingearbeitet haben. Denn heute Abend fällt die Entscheidung, welche ihrer Ideen zu Prototypen weiterentwickelt werden. Sie alle haben Vorschläge eingereicht, wie man den neuen, deutlich schnelleren Standard für mobiles Internet zum Nutzen der Gesellschaft einsetzen kann. Die meisten von ihnen sind Studenten. Sie kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Hochschulen und Orten. Nur eine Sache haben die meisten von ihnen gemeinsam: Sie haben ihre Ideen noch nie vor Investoren oder einer Jury vorgestellt.

Steffen Ganders, bei Samsung in Deutschland zuständig für den Bereich Nachhaltigkeit, und die Moderatorin während der Eröffnung des Wettbewerbs

Zwei von ihnen sind Anna Kirchberg und Franziska Weser. Die beiden 28 Jahre alten Frauen kennen sich seit der Schule, in Dresden haben sie zusammen Abitur gemacht. Und sie haben ein Konzept entwickelt, wie man Augmented Reality (AR) – also die Einblendung virtueller Inhalte in reale Umgebungen – für den Unterricht an Schulen nutzbar machen kann. Auf Tablets soll Grundschülern zum Beispiel eine Arktiswelt ins Klassenzimmer gebracht werden. Sie sollen dann etwas über einen gefangenen Eisbären erfahren und den Auftrag bekommen, ihn zu retten – wobei sie ganz spielerisch etwas über Geographie und Biologie lernen. Der Name ihres Projekts: „Heartucate“. „Die Idee ist aus unseren ganz persönlichen Erfahrungen geboren“, sagt Kirchberg, die selbst Grundschullehrerin ist. „Ich sehe jeden Tag, was es bringen kann, wenn Kinder Spaß am Lernen haben.“ Zusammen mit Weser, die studierte Medienpsychologin ist, entstand die Idee.

Noch ist es aber auch nur eine Idee. Denn noch stehen die beiden zusammen mit den anderen Bewerbern in dem Raum mit den vielen Stühlen hinter der Tribüne und bereiten sich darauf vor, gleich die Jury überzeugen zu müssen. Noch eine schnelle Umarmung, die beiden wünschen sich gegenseitig Glück. „Ich hab die Präsentation noch so umgemodelt, dass alles passt“, raunt Kirchberg ihrer Partnerin zu. Dann ist es so weit: Die Wettbewerbsteilnehmer werden nach vorne gebeten. Die Einführungsmusik läuft schon, als Kirchberg auf einen Platz in der zweiten Reihe huscht. Die Moderatorin beginnt ihre Begrüßung mit der Frage, wer die längste Anreise nach Berlin hatte. Eine der Wettbewerbsteilnehmerinnen hebt die Hand: Sie ist acht Stunden mit dem Fernbus gefahren.

Blick in den Saal während des Pitches eines Nürnberger Teams, das mit 5G eine intelligente Überwachungskamera bauen will. Am Ende werden sie Dritte werden.

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Quelle: F.A.Z.

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