FAZ plus ArtikelDie Karrierefrage

Soll ich für den Beruf umziehen?

Von Lisa Kuner
26.10.2021
, 12:47
Umziehen für den Traumjob? Das ist oft eine schwierige Entscheidung.
Nur in seltenen Fällen liegt der Traumjob vor der Haustür. Was sollte man beachten, wenn der ideale Arbeitgeber Hunderte Kilometer entfernt ist?
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Eine großartige Stelle im 500 Kilometer entfernten Hamburg? Für den nächsten Karriereschritt von Stuttgart nach Bremen ziehen? Nicht immer liegt der Traumjob direkt vor der Haustür. Laut einer Studie des Stellenportals StepStone sind 55 Prozent der Fach- und Führungskräfte in Deutschland schon einmal aufgrund ihres Berufs umgezogen. Viele von ihnen sogar schon mehrfach. Allerdings sind mit dem beruflichen Ortswechsel auch Kosten verbunden; man lässt sein soziales Umfeld hinter sich. Deshalb stellt sich die Frage: Muss ein Umzug in Zeiten von Homeoffice überhaupt noch zwingend sein, und wann lohnt er sich?

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„Die Entscheidung, für den Beruf umzuziehen, ist ein mehrstufiger Prozess“, sagt Sebastian Bähr. Er ist Arbeitsmarktforscher am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg. Auf der einen Seite stehe der berufliche Nutzen in Form von Gehalt, Arbeitsbedingungen oder Karrierefortschritt. „Darüber liegt die persönliche Situation, und damit kommen auch Kosten“, sagt der Sozialwissenschaftler. „Nicht immer kann ein attraktives Stellenangebot die aufwiegen.“ Ob ein Umzug Sinn ergebe, müsse dann nach individuellen Faktoren beurteilt werden.

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