FAZ plus ArtikelTraining für Berufstätige

Wie viel Achtsamkeit ist gut für mich?

Von Felicitas Witte
09.10.2021
, 18:01
Achtsamkeit im Berufsalltag wird immer wichtiger. Doch wie viel davon braucht es wirklich?
Rund um Achtsamkeitstrainings für Berufstätige ist ein regelrechter Hype entstanden. Es soll Burn-Outs verhindern und Stress reduzieren. Was vielen nicht bewusst ist: Ein solches Training kann auch Nebenwirkungen haben.
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Achtsamkeit soll vor Stress und Überforderung schützen, Burn-out vorbeugen, Fehler im Beruf vermeiden helfen, kreativer und leistungsfähiger machen. So propagieren es zumindest Anbieter von Achtsamkeitstrainings. Es gibt Hunderte von Achtsamkeitsratgebern, Apps und Seminare, Krankenkassen bieten Kurse an und große Unternehmen wie Bosch, SAP oder BASF. Auf dem freien Markt kosten die Kurse zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Euro. „Ich ärgere mich immer wieder, wenn Achtsamkeitstraining als Alleskönner dargestellt wird“, sagt Ute Hülsheger, Professorin in der Abteilung für Arbeits- und Organisationspsychologie der Uni Maastricht. „Es kann durchaus das Wohlbefinden steigern, aber ob man damit produktiver arbeitet, ist noch nicht bewiesen.“

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Achtsamkeitstraining funktioniert vereinfacht gesagt so: Der Betroffene versucht, sich zu entspannen, und konzentriert sich auf den Moment. Gedanken, Gefühle und was er im Körper empfindet, nimmt er neugierig wahr, bewertet es aber nicht. Ziel ist, wohlwollend zu akzeptieren, wie die Situation ist. Das bedeutet aber nicht, zu resignieren, sondern kann Anreiz sein, eine andere Einstellung gegenüber der Situation zu entwickeln oder sein Verhalten zu ändern.

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