FAZ plus ArtikelDie Karrierefrage

Wie gelingt die Rückkehr aus der Elternzeit?

Von Eva Heidenfelder
28.12.2020
, 15:27
Mütter und Väter können viel dafür tun, dass der Wiedereinstieg in den Beruf nach der Babypause glückt. Dafür braucht es Planung, Weitsicht – und manchmal einen beherzten Schlussstrich.

Vor der Geburt ihres ersten Kindes im Juli 2018 hatten die Richards alles genau geplant. Erst nehmen sie gemeinsam zwei Monate Elternzeit, um sich an die neue Situation zu dritt zu gewöhnen. Danach bleibt Mutter Julia sechs Monate zu Hause, während Vater Stefan wieder in seinen Beruf als Berater in einem mittelständischen IT-Unternehmen zurückkehrt. Im Anschluss nimmt er noch einmal fünf Monate Elternzeit, damit auch seine Frau schnell und reibungslos auf ihre Stelle als Kommunikationsreferentin einer Weiterbildungsakademie zurückkehren kann.

Die Richards, die in Wirklichkeit anders heißen, führen eine egalitäre Beziehung und sind sich einig, die Betreuung ihres Sohnes zu gleichen Teilen zu übernehmen. Gleichzeitig ist klar: Keiner von beiden soll beruflich zurückstecken, aber auch nicht auf Zeit mit dem Kind verzichten müssen. „Uns ist wichtig, unser Kind aufwachsen zu sehen, alle seine Entwicklungsschritte miterleben zu können. Das geht mit einer Vollzeitstelle nicht“, fasst die 35 Jahre alte Julia die Einstellung des Paares zusammen. Und Stefan, ein Jahr jünger als seine Frau, ergänzt: „Ich wollte nie ein Wochenend-Papa sein, während meine Frau komplett zu Hause bleibt und auf ihre Karriere verzichtet.“

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  Sonntagszeitung plus

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot