FAZ plus ArtikelFranzösische Eliteschule

Aufstand der letzten Enarchen

Von Jürg Altwegg
10.08.2022
, 09:30
Der französische Präsident Charles de Gaulle (Mitte) besichtigt die Pariser ENA im November 1959
Präsident Macron hat die französische Kaderschmiede des Staats ENA zum Auslaufmodell erklärt. Doch zum Abschied rumort es noch einmal kräftig.
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Am 29. Juli haben bei der École Nationale d’Administration (ENA) die letzten Ferien begonnen. Offiziell existiert die Kaderschmiede des Staats gar nicht mehr. Nach der Revolte der „Gelbwesten“ beschloss Emmanuel Macron ihre Abwicklung, die Internetadresse funktioniert nur noch als Archiv. Er selbst hatte die nach dem Krieg von Charles de Gaulle begründete ENA 2004 absolviert. Symbolischer Schutzpatron seines Jahrgangs war der Poet und Politiker Léopold Sédar Senghor, Präsident des Senegals. Nach Macrons Wahl ins Élysée waren die Seilschaften aus der Schule umso wertvoller, als er keine Partei hinter sich hatte.

Am vergangenen 24. Dezember kehrten die Angehörigen des letzten ENA-Jahrgangs von ihrem Auslandspraktikum zurück. Als Omen ihrer „Promotion“ hatten sie sich eine Frau und Figur des antifaschistischen Widerstands ausgesucht, die Résistance-Legende Germaine Til­lion. Am 4. Januar nahmen diese letzten „Enarchen“ in Straßburg als Studenten des Institut National du Service Public (INSP) das letzte Schuljahr ihrer Ausbildung in Angriff. Sie werden dessen erste Diplomanden sein.

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