Harter Traumberuf

Letzte Chance für Bewerbung als Astronaut

14.06.2021
, 14:19
Sich bei der Esa als Astronaut zu bewerben – diese Chance ist selten. Zum letzten mal wurden Kandidaten vor rund einem Jahrzehnt ausgesucht. Die Anforderungen an die Bewerber sind enorm. Bald endet die Frist der aktuellen Runde.

Der Countdown läuft: Wer sich als Astronautin oder Astronaut bei der europäischen Raumfahrtagentur Esa bewerben will, hat dafür nur noch wenige Tage Zeit. Die Bewerbungsfrist endet am Freitag (18. Juni). Es ist das erste Mal seit gut einem Jahrzehnt, dass die Esa neue Astronautinnen und Astronauten sucht. Ursprünglich sollte die Frist bereits am 28. Mai enden.

Bewerbungen können online eingereicht werden. Das Auswahlverfahren hat sechs Stufen – erst im Jahr 2022 steht die neue Raumfahrt-Crew fest. Die Anforderungen an den besonderen Job sind hoch: Bewerberinnen und Bewerber müssen zum Beispiel mindestens einen Masterabschluss in Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Mathematik oder Informatik haben. Es gibt Vorgaben bei der Körpergröße, die maximale Altersgrenze liegt bei 50 Jahren – und es gibt noch zahlreiche weitere Voraussetzungen.

„Stellvertretend für die gesamte Menschheit testen Raumfahrer die Grenzen des menschlichen Körpers im All, betreiben Forschung, unterstützen die Entwicklung neuer Technologien und erkunden die Wunder des Universums in einer der extremsten Umgebungen, die es gibt“, heißt es bei der Esa über den außergewöhnlichen Job. Die Astronautinnen und Astronauten seien hauptsächlich im Europäischen Astronautenzentrum in Köln stationiert, könnten aber auch an anderen Orten auf der Welt eingesetzt werden – und natürlich im All.

Deutschlands aktuell bekannteste Astronauten sind wohl Alexander Gerst, auch „Astro-Alex“ genannt, und Matthias Maurer. Gerst ist seit seiner Rückkehr von der Internationalen Raumstation (ISS) im Dezember 2018 der Deutsche, der am längsten im Weltraum war. Der Saarländer Maurer soll Ende 2021 zur ISS fliegen. Die beiden gehören auch zur Astronauten-Crew der Esa.

Quelle: dpa
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