FAZ plus ArtikelStudenten in der Corona-Krise

„Die Existenzangst ist real“

Von Jessica von Blazekovic
Aktualisiert am 13.11.2020
 - 09:52
Immerhin Lieferdienste beschäftigen noch Studenten.
Mit dem „Lockdown light“ im November fallen viele Arbeitsplätze für Studenten weg. Wie schon während der ersten Corona-Welle wird über geeignete Hilfen gestritten – und Bildungsministerin Anja Karliczek gerät abermals heftig in die Kritik.

Es ist 19.45 Uhr am Donnerstag vergangener Woche, als Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) den Plenarsaal des Deutschen Bundestages verlässt. Ein durchaus interessantes Timing, steht doch genau zu diesem Zeitpunkt eine Debatte über die Lage der Studierenden in Deutschland an. Die erste Rednerin, die hochschulpolitische Sprecherin der Linken, Nicole Gohlke, zeigt sich erst überrascht. „Das könnte Sie doch interessieren“, ruft Gohlke Karliczek hinterher. Dann reagiert sie verärgert: „Das ist eine unmögliche Geste.“

Vermutlich wusste Karliczek schon, was sie erwartet: Gohlke wirft ihr in den darauffolgenden fünf Minuten „Arbeitsverweigerung“ und „unterlassene Hilfeleistung“ vor. Die Ministerin lasse junge Menschen in der Corona-Krise mit ihren Nöten allein und biete ihnen Lösungen, die keine seien: „Bildungskredite, die Studierende in die Verschuldung treiben; Überbrückungshilfen, die vorne und hinten nicht reichen.“ Alles in allem ein schlechter Scherz, findet Gohlke.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Sadeler, Jessica
Jessica von Blazekovic
Redakteurin in der Wirtschaft.
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