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Nachweis des Coronavirus

Probe aus den tieferen Atemwegen verzichtbar

Von Sascha Zoske
 - 07:09
Das Universitätsklinikum in Frankfurt am Main (Archivbild)

Infektionen mit dem Sars-Coronavirus2 lassen sich durch einen Rachenabstrich zuverlässig nachweisen. Eine Probe aus den tieferen Atemwegen ist dagegen nicht nötig – anders als bisher angenommen. Diese Erfahrung haben Ärzte des Frankfurter Uniklinikums während der Untersuchung der 126 Menschen gemacht, die Anfang Februar aus China nach Deutschland zurückgekehrt waren. Über ihre Erkenntnisse berichten sie zusammen mit Kollegen der Uni Marburg in einem Beitrag für das „New England Journal of Medicine“.

Schon während des Heimflugs waren zehn Passagiere isoliert worden, die verdächtige Symptome aufwiesen oder Kontakt zu mutmaßlich Erkrankten gehabt hatten. Später stellte sich heraus, dass keiner von ihnen infiziert war. Noch am Flughafen wurden die Patienten auf Anzeichen einer Atemwegsinfektion überprüft. Ein Fluggast hatte zwar Fieber, aber auch bei ihm fiel der Viren-Test negativ aus.

Zur Sicherheit boten die Ärzte allen Reisenden zusätzlich an, einen Rachenabstrich vorzunehmen, um eine Ansteckung auszuschließen. Zwei Personen, die keine Symptome gezeigt hatten, wurden positiv auf den Erreger getestet. Beide wurden auf einer Isolierstation des Uniklinikums behandelt. Auch eine Woche später zeigte der eine Patient keine, die andere Patientin nur sehr milde Symptome.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Zoske, Sascha
Sascha Zoske
Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.
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