FAZ plus ArtikelErwachsenenleben nachspielen

11 Jahre alt, 3 Start-ups, 2 Pleiten

Von Nadine Bös
28.07.2019
, 14:57
Hereinspaziert: Am Ortsschild von Mini-Nippes beginnt die Kinderstadt.
In Kinderstädten spielen Schüler in den Ferien das Erwachsenenleben nach. Sie probieren Berufe aus, gründen Betriebe und scheitern auch mal. Ein Besuch.

Luise und Ella sind hoch konzentriert. Während Luise neuen Mais in die Popcorn-Maschine füllt, zählt Ella die Einnahmen. Sie türmt die Scheine auf den leicht wackelnden Biertisch, der den Kindern als Verkaufsstand und Unternehmenszentrale dient. Stolze 214 „Nippis“ haben die beiden 11 Jahre alten Mädchen schon beisammen. Und das gleich am ersten Tag, an dem ihr Popcorn-Start-up in Betrieb ist. „Wir haben sehr viel Stress“, sagt Luise. „Aber das Geschäft läuft gut.“

Die beiden Freundinnen sind Teilnehmerinnen des Projektes „Mini Nippes“, einer sogenannten Kinderstadt, wie sie sich während der Sommerferien immer häufiger in Deutschland finden lassen. Mini-Nippes liegt im Kölner Stadtteil Nippes und wird betrieben von einer Jugendeinrichtung der örtlichen Evangelischen Kirchengemeinde und der Ev-Angel-Isch GGmbH, einem Träger der Kinder- und Jugendarbeit. Kinderstädte sind große, temporäre Planspiele, meist für Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, die für eine Zeitlang die Erwachsenenwelt, besonders die Berufswelt, möglichst wirklichkeitsgetreu nachspielen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Bös, Nadine
Nadine Bös
Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.
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