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FAZ plus ArtikelBildungspolitik

Warum fehlen so viele Lehrer?

Von Heike Schmoll, Berlin
Aktualisiert am 02.01.2020
 - 11:21
Unterricht in einer Grundschule in Remshalden in Baden-Württemberg (Symbolbild)
Der Schulunterricht soll besser werden. Gleichzeitig müssen vielerorts Quereinsteiger eingestellt werden – was zu neuen Problemen führt.

Wann immer in Deutschland ein neuer Leistungsvergleich wie Pisa oder der Bildungstrend der Länder veröffentlicht werden, folgt der Ruf nach besser ausgebildeten Lehrern. Alle Bildungsforscher stimmen darin überein, dass die Professionalisierung des Lehramts und geeignete Fortbildungen zu den Mindestvoraussetzungen für guten Unterricht gehören. Doch die Schulpraxis sieht anders aus. Vor lauter Angst, dass Unterricht ausfällt und die Eltern den wahren Ernst der Lage mitbekommen, sind dieselben Bildungspolitiker, die soeben noch die Professionalisierung des Lehramts gepriesen hatten bereit, unzureichend qualifizierte Quer- oder Seiteneinsteiger auf die Schüler loszulassen.

Quereinsteiger haben zwar kein Lehramt studiert, aber ein Referendariat absolviert. Seiteneinsteiger können weder ein Studium noch einen Vorbereitungsdienst vorweisen. „Richtig bleibt, dass jede gegebene Unterrichtsstunde besser ist als eine ausgefallene“, sagte der bisherige Präsident der Kultusministerkonferenz Alexander Lorz (CDU) in entwaffnender Ehrlichkeit. Seinen Kollegen geht es nicht anders. „Wenn es besonders eng kommt, ist es sicherlich besser, in begrenztem Maße auch Quereinsteiger einzusetzen, als Unterricht ausfallen zu lassen“, sagt auch Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD), der Sprecher der SPD-geführten Kultusministerien.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schmoll, Heike
Heike Schmoll
Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.
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