<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Digitalisierung in der Schule

Arbeitsgruppen für Millionen

Von Bernhard Biener
 - 13:21
Digitalisierung: Unter anderem soll der Kauf von Tablet-Computern für Schüler bezuschusst werden.

Sieht aus wie eine klassische Schieferschreibtafel, lässt sich bei Bedarf auch genauso verwenden, staubt aber nicht beim Wegwischen der Schrift, und der Schaden, wenn es herunterfällt, ist deutlich höher: Grundschüler im Hochtaunuskreis haben schon jetzt 300 Tablet-Computer zur Verfügung. An den Schulen im Kreis gibt es außerdem 150 digitale Tafeln, die einmal „Whiteboards“ hießen und jetzt als „Active Panels“ firmieren. Für die Ausstattung mit elektronischen Hilfsmitteln hat der Hochtaunuskreis als Schulträger nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren jeweils etwa 1,5 Millionen Euro ausgegeben. Aus dem „Digitalpakt“ von Bund und Land steht ihm jetzt die zehnfache Summe zur Verfügung.

Die Mitglieder einer verwaltungsinternen Projektgruppe im Fachbereich Schule und Betreuung sowie einer von Landrat Ulrich Krebs (CDU) einberufenen IT-Beratungsgruppe sollen sich jetzt Gedanken darüber machen, wie man die in Aussicht stehenden 15,6 Millionen Euro sinnvoll im Kreis ausgeben kann. Gefördert werden die Einrichtung schneller Internetverbindungen, drahtloser Netzwerke und der Kauf von „Präsentationstechnik“, zu der die eingangs erwähnten digitalen Tafeln zählen. Nur 20 Prozent Zuschuss gibt es für den Kauf von mobilen Endgeräten wie den tragbaren Tablet-Rechnern.

Pädagogen auf den nötigen Wissensstand bringen

Bis zur Sommerpause sollen die beiden Arbeitsgruppen ein Ausstattungskonzept erarbeitet haben. Auf der anderen Seite stehen die Schulen, die vom Digitalpakt profitieren wollen. Sie müssen erläutern, wie die neue Technik später im Unterricht genutzt werden soll. Ein Argument für größere Bildschirme könnte schon einmal das vom Kreis für diesen Zweck geforderte „pädagogisch-technische Medienausstattungskonzept“ sein, dessen Name ein gewöhnliches Handy-Display überfordert.

Der für seine hohen Investitionen in den Schulbau bekannte Hochtaunuskreis will noch in diesem Jahr die ersten Förderanträge an das Kultusministerium stellen. Bis zum Ende der Antragsfrist am 31. Dezember 2021 ist aber noch Zeit. Nun hilft die schönste Technik nichts, wenn die Lehrer nicht damit umgehen können. Das Medienzentrum des Kreises und die Lehrkräfteakademie sollen deshalb die Pädagogen auf den nötigen Wissensstand bringen.

„Schulcloud“ für einfacheren Austausch

Um den Wechsel von einer Schule zur anderen Schule zu erleichtern, soll möglicherweise ein einheitlicher „Warenkorb“ angeboten werden, damit allerorten die gleichen Geräte vorhanden sind und man sich nicht ständig umgewöhnen muss.

Außerdem schaut sich die IT-Beratungsgruppe nach Lösungen für eine „Schulcloud“ um. In solchen zentralen Datenspeichern, auf die viele Nutzer Zugriff haben, könnten Unterrichtsmaterial, Stundenpläne oder andere Dateien abgelegt werden. Auch der Informationsfluss zwischen den verschiedenen Gruppen einer Schulgemeinde wie Lehrer, Schüler- und Elternvertretung soll dadurch erleichtert werden.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Biener, Bernhard
Bernhard Biener
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenHochtaunuskreisUlrich KrebsCDU

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.