FAZ plus ArtikelEltern in Notlage

Was tun, wenn die Schulen länger zubleiben?

Von Marcus Jung
05.01.2021
, 07:10
Müssen berufstätige Eltern im Lockdown zuhause bleiben, erhalten sie bis zu zehn Wochen Entschädigung für ihren Verdienstausfall. Der SPD geht das aber nicht weit genug.

Bis kommenden Sonntag gelten die bisherigen Lockdown-Beschränkungen. Vielerorts sind Schulen geschlossen, und in den meisten Kitas gibt es nur eine Notbetreuung. Ein Regelbetrieb ist die Ausnahme. Was sich angesichts des Infektionsgeschehens abzeichnet, dürfte Arbeitgebern und berufstätigen Eltern von Kita- oder Schulkindern nicht gefallen. Die Kultusminister verständigten sich lediglich auf einen groben Rahmen. Öffnungen sollen dort möglich sein, „wo es die Situation erlaubt“.

Wie im Frühjahr 2020 könnten die Einrichtungen also für weitere Wochen geschlossen bleiben. Eltern müssten ihren Kindern dann im „Homeschooling“ mit dem Unterrichtsstoff helfen. Das ist trotz der vielerorts digitalen Anleitung der Lehrer nötig. Und wer Großeltern und nahe Verwandte mit Vorerkrankungen schützen will, muss sich neben seinem Beruf selbst um die Tagesbetreuung der Kinder kümmern – vorausgesetzt, der Chef macht deutliche Zugeständnisse.

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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es, dass Schulen und Kitas in ganz Deutschland bis kommenden Sonntag geschlossen sind. Richtig ist, dass in einigen Bundesländern in den Kitas eine Notbetreuung angeboten wird. In Ausnahmen wie etwa in Rheinland-Pfalz gibt es einen Regelbetrieb, wenn Eltern keine Betreuung ihres Kindes sicherstellen können. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Quelle: F.A.Z.
Autorenbild/ Marcus Jung
Marcus Jung
Redakteur in der Wirtschaft.
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