FAZ plus ArtikelTeststrategie in Schulen

Drei Botschaften für Kinder und Jugendliche

Von Joachim Bauer und Klaus Seifried
04.03.2021
, 10:03
In Schulen und Kitas soll künftig stärker auf Corona getestet werden. Wie aber mit den Ergebnissen umgegangen wird, ist noch nicht festgelegt. Dabei ist aus psychologischer Sicht besondere Vorsicht geboten. Ein Gastbeitrag.

Der Zeitpunkt ist in greifbare Nähe gerückt, an dem überall in Deutschland durch jedermann ein diagnostischer Test durchgeführt werden kann, der eine Infektionskrankheit betrifft, über die seit über einem Jahr in allen Medien zu Recht gesagt wird, dass sie potentiell tödlich verlaufen kann. Ihr Erreger ist der Sars-CoV-2-Virus, die durch ihn hervorgerufene Krankheit trägt den Namen Covid-19. Besondere Hoffnungen knüpfen sich an den jetzt unmittelbar bevorstehenden flächendeckenden Einsatz der Selbsttests in Kitas und Schulen. Dabei ist aber zurzeit noch unklar, wo, wie und durch wen die Tests zur Anwendung kommen werden.

Vor aller Ohren in Klassenzimmern (wie es in Österreich praktiziert wird)? In Fachräumen der Schule? Oder zu Hause (wie von der Berliner Senatsverwaltung vorgeschlagen)? Vor allem aber: Wie und durch wen soll Kindern und Jugendlichen ein „positiver“, also ein schlechter Befund mitgeteilt werden? In der Öffentlichkeit wird die Infektion seit Monaten aus guten Gründen als sehr ernst und gefährlich vermittelt und überwiegend auch so wahrgenommen. Kinder sehen die Welt durch die Augen der Eltern. Wie wird ein acht Jahre altes Mädchen, dessen Großmutter vielleicht vor einigen Wochen an Corona gestorben ist, die Mitteilung eines positiven Befundes erleben?

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  Sonntagszeitung plus

F.A.Z. PLUS:

  F.A.Z. digital

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot