FAZ plus ArtikelDie Karrierefrage

Was tun, damit die Erholung lange bleibt?

Von Ursula Kals
06.09.2021
, 10:39
Urlaub in der Seifenschale
Es ist wie ein Schweinezyklus. Vor den Ferien ist viel zu tun, nachher ist viel zu tun. Schwupps ist der Urlaubseffekt weg. Doch es geht auch anders! Auch im Arbeitsalltag können wir Urlaubsgefühle erleben – oder zumindest Momente der Erholung.

Der Urlaub ist zu Ende, das Hamsterrad nimmt Schwung auf. Wie funktioniert das, nicht gleich wieder in die Stressschleife zu rauschen? Ganz verhindern lässt sich das nicht, sagt Julia Scharnhorst. Die Vorsitzende der Sektion Gesundheitspsychologie des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen erklärt aber, dass die Auszeit einen guten Anlass bietet, für sich einen anderen, passenderen Rhythmus zu finden. „Immer zur gleichen Zeit zur Arbeit zu gehen, das können wir überdenken, besonders wenn man Gleitzeit hat. Da lassen sich nach und nach eigene Routinen entwickeln, damit sich das einpendelt.“

Damit sei nicht gemeint, drei Stunden Pause am Stück zu machen, aber mehrere kleine Pausen einzubauen. Das findet auch Andreas Hegenbart wichtig. Der Diplomingenieur und Diplompsychologe aus Konstanz hält den Wert von Pausen für unterschätzt. Der Freiberufler achtet darauf, regelmäßig kurz zu pausieren. Er macht das gezielt, um aus der Arbeit rauszukommen, mit der er beschäftigt ist, und etwas zu tun, wonach ihm gerade ist. „Das kann sein, dass ich mir eine Tasse Kaffee zubereite, mich bewege oder nur still dasitze und darüber nachdenke: Was kann ich in naher Zukunft Schönes tun?“

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Ursula Kals - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Ursula Kals
Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.
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