FAZ plus ArtikelEs gibt nicht nur „normal“

Queerness im Medizinstudium

Von Agnes Striegan
21.01.2022
, 19:08
Seit drei Semestern organisieren Dario und Jule den Kurs "Medizin und LGBTIAQ*". 66 Studierende haben ihn bisher besucht.
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Queerness kommt im Medizinstudium kaum vor. Das bedeutet: eine schlechtere Behandlung für Millionen Patienten. Wie Münchner Studierende das versuchen zu ändern.
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Die Zeichnungen, anhand derer Elli lernt, wie die menschlichen Muskeln verlaufen, zeigen fast alle durchtrainierte Männerkörper. Aber Elli, Medizinstudentin, ist kein Mann. Sie sagt, sie müsse noch darüber nachdenken, aber vermutlich sei sie nichtbinär, identifiziere sich also weder als Mann noch als Frau. Das weibliche Pronomen sei trotzdem okay. Über ihren Körper und ihre Identität lernt Elli in ihrem Studium wenig.

Die Patientengespräche, die Lisa, Clara und Elli im Medizinstudium üben, basieren auf der Annahme, dass Frauen Beziehungen mit Männern führen. „Sollen wir Ihren Partner informieren?“, „Wie verhüten Sie?“, lernen die Medizinstudierenden zu fragen. Aber Lisa und Clara sind lesbisch, Elli ist bisexuell. Für sie funktionieren diese Fragen nicht unbedingt.

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