FAZ plus ArtikelStudieren mit Autismus

Wie dauerhafte Höhenangst

Von Kim Maurus
11.05.2022
, 07:30
Haben mit dem Uni-System zu kämpfen: Niklas Henninger, Julian Werner, Kosam Salahaden Ahmed und Dennis Sanetra (von links)
Unklare Kurszeiten, keine Angaben zur Prüfungsform: Für Autisten sind Unsicherheiten im Uni-Alltag schwer erträglich – und Hilfsangebote machen es manchmal noch schlimmer.
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Menschen mit Höhenangst könnten ihn vielleicht gut verstehen, überlegt Dennis Sanetra. Mit dem Unterschied, dass sie ihrer Angst permanent ausgesetzt sein müssten, damit es seinem Empfinden entspräche. „Es ist nicht wirklich rational, aber es ist ein ständiges Gefühl und sehr energiezehrend“, sagt der 23 Jahre alte Student. Sanetra spürt diesen Stress nicht, weil er auf einer Aussichtsplattform steht und in die Tiefe gucken muss. Er bekommt dieses Gefühl, wenn spontan Veranstaltungen abgesagt werden oder Zeit und Raum bis kurz vor Kursbeginn unklar sind. „Das ist einfach für mich schwierig, weil ich nicht so gut mit Chaos umgehen kann.“

„Von einem Ansprechpartner zum nächsten“

Sanetra sitzt mit dem Psychologen ­Phillip Bohl und drei weiteren Studenten in einem Raum der Darmstädter Regionalstelle des Autismus-Therapieinstituts ­Langen. Die Studenten kennen einander nicht, sie verbindet ihre Autismus-Diagnose. Und sie wollen darüber sprechen, was sich an ihren Hochschulen dringend ändern müsse.

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