Umfrage unter Schulleitern

Schlechte Noten für digitale Ausstattung

11.11.2019
, 17:30
Noch selten im Einsatz: Schüler am Smartboard
Mehr als 5000 Schulleiter wurden befragt, das Ergebnis ist eindeutig: Die digitale Ausstattung an deutschen Schulen ist unzureichend. Viele wären schon mit einem „digitalen Hausmeister“ zufrieden.

Schlechte Ausstattung mit Hard- und Software, keine ordentliche Wartung vorhandener Technik und zu wenige Fortbildungsmöglichkeiten für die Lehrer: Deutschlands Schulleiter bewerten die Digitalausstattung an ihrer Schule sowie die Qualifizierung der Lehrkräfte mit der Schulnote „Drei minus“. Das geht aus einer am Montag in Köln veröffentlichten deutschlandweiten Umfrage des WDR zur ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ hervor. Daran haben sich 5259 Schulleiter beteiligt.

Besonders unzufrieden sind Grundschulen mit der Ausstattung an Tablets und interaktiven Tafeln („Smartboards“). Um einen besseren IT-Support zu gewährleisten, sehnen sich viele Schulleiter nach einem „digitalen Hausmeister“. Und auch die befragten Schüler sehen Handlungsbedarf.

Tendenziell kommt bei der Benotung die Ausstattung mit Tablets und interaktiven Tafeln („Smartboards“) am schlechtesten weg. Die Ausstattung mit Tablets bewerten die Schulleiter mit der Schulnote 4,5, die Versorgung mit Smartboards wird mit der Note 4,0 und die Abdeckung mit WLAN mit 3,6 eingeschätzt. Insgesamt vergeben die Schulleiter die Durchschnittsnote 3,8.

Schüler benoten noch strenger

Besonders kritisch zeigen sich die Leiter von Grundschulen: Für die Ausstattung mit Tablets vergeben 60,1 Prozent der Befragten eine „Sechs“ - bei den interaktiven Tafeln sind dies 48,3 Prozent. Halbwegs zufrieden scheinen die Schulleitungen mit der Bereitstellung von Computern zu sein.

Auch Schüler konnten die digitale Ausstattung an ihren Schulen benoten. In der Tendenz zeigt sich: Sie sehen an den gleichen Stellen Handlungsbedarf wie die Schulleiter, vergeben aber noch schlechtere Noten - die Durchschnittsnote beträgt 3,9. Besonders negativ bewerten auch sie die Ausstattung mit Tablets.

Bei der Befragung gab 49 Prozent aller Schulleiter an, dass an ihrer Schule die Lehrkräfte für Wartung und Support zuständig sind. Bei 52 Prozent sind (auch) externe Dienstleister einbezogen. Immer wieder fordern die Schulleiter daher die Einführung von „digitalen Hausmeistern“.

Quelle: KNA
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