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FAZ plus ArtikelWeltraumbergbau

Schürfen in der Schwerelosigkeit

Von Christian Siedenbiedel
Aktualisiert am 31.07.2018
 - 22:49
17.000 Asteroiden befinden sich in Erdnähe.
Weltraumbergbau ist nur Stoff für Science Fiction? Weit gefehlt: Die deutsche Industrie fordert sogar schon einen Rechtsrahmen für den Rohstoffabbau im All.

„Bergbau muss sein, für alle Zeit“, heißt es im berühmten Steiger-Lied der Bergleute. Aber findet der Abbau in Zukunft womöglich im Weltraum statt? Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) jedenfalls warnt, Deutschland müsse jetzt den rechtlichen Rahmen für die Förderung von Rohstoffen im Weltall vorbereiten. Auf einem 20 Seiten langen Positionspapier hat der Verband sich mit dem Thema beschäftigt. „Weltraumbergbau klingt im Moment noch nach Science Fiction“, sagt Matthias Wachter, Abteilungsleiter Sicherheit und Rohstoffe beim BDI. Technischer Fortschritt werde ihn in naher Zukunft aber möglich machen. Flüge ins Weltall würden immer günstiger, das werde in den nächsten Jahren auch die kommerzielle Raumfahrt beflügeln.

Zum Teil sehr rohstoffreich und damit unter Umständen für den Weltraumbergbau geeignet seien Asteroiden, eine Art kleine Planeten. Von ihnen seien etwa 700.000 im Sonnensystem bekannt und etwa 17.000 in Erdnähe, die mit heutigen technischen Möglichkeiten schon erreicht werden könnten. „Rohstoffe abbauen können wir heute noch nicht“, sagt Wachter. Erste erfolgreiche Landungen auf Asteroiden hätten aber schon stattgefunden und Rohstoffvorkommen seien nachgewiesen worden.

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Quelle: F.A.Z.
Christian Siedenbiedel - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christian Siedenbiedel
Redakteur in der Wirtschaft.
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