Flüchtlinge

Deutschland Hauptziel für Asylbewerber

21.03.2014
, 00:10
Erstmals seit 1999 steht Deutschland wieder auf Platz 1 der Rangliste von Ländern, in denen Flüchtlinge Asyl beantragen. Vor allem Syrer bemühten sich im vergangenen Jahr um ein Bleiberecht.

Deutschland ist nach Angaben der Vereinten Nationen erstmals seit 1999 in der industrialisierten Welt wieder das begehrteste Ziel von Asylbewerbern. 2013 beantragten 109.600 Menschen hierzulande Asyl, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk am Freitag mit. Dahinter folgten die USA, wo 88.400 neue Gesuche eingingen. Insgesamt gingen bei den 44 Ländern in der UN-Erhebung 612.700 Anträge ein. Das entspricht einem Anstieg um 28 Prozent im Vergleich zu 2012 - und ist der höchste Stand seit 2001.


Im Zeitraum der vergangenen fünf Jahre (2009 bis 2013) erhielten laut UNHCR von den untersuchten Staaten die Vereinigten Staaten die meisten Asylanträge (312.000). Dahinter lagen Deutschland (knapp 290.000) und Frankreich (knapp 260.000).


Im vergangenen Jahr stellten erstmals Syrer mit 56.400 Anträgen die größte Gruppe von Asylsuchenden, gefolgt von russischen Staatsbürgern, die vermutlich überwiegend aus der autonomen Kaukasus-Republik Tschetschenien stammen. Afghanen reichten 38.700 Anträge ein. Sie waren damit die drittgrößte Gruppe, nachdem sie 2011 und 2012 noch an der Spitze der Statistik standen. Es folgen der Irak (38.000) und Serbien (einschließlich Kosovo) mit knapp 35.000 Bewerbungen.

Quelle: dpa/FAZ.NET
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