FAZ plus ArtikelEin Jahr Fall von Kabul

Der verlorene Krieg in Afghanistan und ein Hoffnungsschimmer

Von Peter Carstens, Berlin
15.08.2022
, 13:44
16. August 2021, der Tag danach: Gedränge am internationalen Flughafen von Kabul. Im Hintergrund ein amerikanisches Transportflugzeug
Vor einem Jahr marschierten die Taliban in Kabul ein. In Berlin hatte man lange weggeschaut, dann ließ man viele Helfer zurück. Einer, der es heraus geschafft hat, findet nun eine neue Zukunft.
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Vor einem Jahr fiel Kabul. Nach 20 Jahren des Krieges und Tausenden Toten hatten die Taliban die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten in die Knie gezwungen. Hals über Kopf flohen Amerikaner und Europäer aus der afghanischen Hauptstadt, als die siegreichen Islamisten am 15. August einrückten. Zurück blieben Tausende frühere Helfer der Deutschen und deren Familien.

Lange hatte sich die Regierung gesträubt, sie auszufliegen, nun war es erst einmal zu spät. Zehntausende verzweifelte Menschen drängelten sich in den Augusttagen des vorigen Jahres am Kabuler Flughafen, in der verzweifelten Hoffnung, irgendwie außer Landes gebracht zu werden.

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Peter Carstens - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Peter Carstens
Politischer Korrespondent in Berlin
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